Freitag, 1. Juni 2007

Nochmals zu Kasparow

Einigen Reaktionen zufolge könnten meine gestrigen Einlassungen zu Garri Kasparow mißverstanden werden. Daher will ich den m.E. entscheidenden Punkt noch einmal herausstellen: Kasparow ist ein politischer Abenteurer, der außer seiner Putinfeindschaft und einigen Floskeln über Demokratie und anderen Gemeinplätzen kein politisches Konzept anzubieten hat. Er macht erst eine große rhetorische 'Bugwelle' - aber danach kommt nicht mehr viel. Steile Thesen, aber wenig dahinter.

Im deutschen Fernsehen war er vor kurzem bei "Beckmann" eingeladen und hat sich dort eher blamiert. Leider ist kein Video der Sendung im Internet verfügbar. In englischer Sprache ist hier eine Aufzeichnung der Charlie Rose Show aus dem Juli 2006 mit Kasparow (und Stephen Cohen) zu sehen:



Würde er nicht, gerade auch aus dem Ausland, so sehr hofiert werden, dann wäre Kasparow nur einer unter den zahlreichen skurrilen, um nicht zu sagen exzentrischen Politikern, die es in Rußland auch auf föderaler Ebene gibt. (Der bekannteste davon ist sicher Wladimir Schirinowski.) Ob man ihn freilich mit dieser Rolle aus New York weglocken könnte?

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