Ob auch hierzulande die Afghanistan-Veteranen eines Tages so würdig geehrt werden wie die rußländischen bei diesem festlichen Konzert in Moskau anno 2009? Alexander Rosenbaum singt das Lied "Tschjornyj tjulpan" (dt.: Schwarze Tulpe):
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Donnerstag, 23. Februar 2012
23.02.2012: Musik des Tages
Während wir Deutschen - wie der Streit um den vom Verteidigungsminister Thomas de Maizière vorgeschlagenen Veteranentag zeigt - nach wie vor unfähig sind, unsere Soldaten angemessen zu würdigen, wäre eine solche Debatte in Rußland schlicht unvorstellbar. Heute begeht man dort den Tag des Vaterlandsverteidigers. Auch in Berlin werden heute Kränze an den Denkmälern in Treptow (11 Uhr) und im Tiergarten (12 Uhr) niedergelegt, um der Gefallenen zu gedenken.
Ob auch hierzulande die Afghanistan-Veteranen eines Tages so würdig geehrt werden wie die rußländischen bei diesem festlichen Konzert in Moskau anno 2009? Alexander Rosenbaum singt das Lied "Tschjornyj tjulpan" (dt.: Schwarze Tulpe):
Ob auch hierzulande die Afghanistan-Veteranen eines Tages so würdig geehrt werden wie die rußländischen bei diesem festlichen Konzert in Moskau anno 2009? Alexander Rosenbaum singt das Lied "Tschjornyj tjulpan" (dt.: Schwarze Tulpe):
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Die russische Episode der Malteser
Kürzlich bin ich bei Flickr auf das obige Gemälde von Wladimir Borowikowskij gestoßen. Es entstand im Jahre 1800 und zeigt den russischen Kaiser Paul I. Auf seinem Gewand ist das Malteserkreuz zu erkennen. Doch wie kommt ein orthodoxer Herrscher, der nach seiner Geburt lutherisch getauft worden war, dazu, sich mit den Insignien des römisch-katholischen Ritterordens von Malta zu schmücken?

Wir schreiben das Jahr 1798. Napolen marschiert durch Europa und nimmt auch den kleinen Mittelmeerstaat Malta ein. Der seit 1530 dort ansässige Orden verläßt die Insel; viele Ritter fliehen nach Rußland, wo der Zar sie aufnimmt und ihnen große Ländereien zur Verfügung stellt. Damit ist das Überleben des Ordens in einer turbulenten Epoche erst einmal gesichert. Aus Dankbarkeit wählten die Ritter ihren neuen Schutzherrn am 16. Dezember 1798 zum Großmeister des Malteserordens.

Doch das russische Asyl der Malteser sollte nur Episode bleiben. Zum einen, weil das Zarenreich doch ein wenig abgelegen war; zum zweiten, weil Paul I. bereits im Jahre 1801 stirbt. Dennoch hat sie in Rußland auch bauliche Spuren hinterlassen. Gemeint ist damit die von 1798 bis 1800 durch den Architekten Giacomo Quarenghi errichtete Malteserkapelle. Sie befindet sich mitten im Zentrum von Sankt Petersburg und ist Teil des Palais des Grafen Woronzow. Die Kapelle ist, auch aufgrund ihrer Abgeschiedenheit, ein architektonisches Kleinod. Sie war jedoch nicht die einzige katholische Kirche in Petersburg, wobei mir nicht bekannt ist, ob sie heute noch als Gotteshaus dient. (Die Position des Altars deutet jedenfalls darauf hin.)

Heute dient die Malteserkapelle (russ.: Maltijskaja kapella) vor allem als Konzertsaal. Dazu prädestiniert ist sie auch durch ihre Orgel, die ja der orthodoxen Kirchenmusik fremd ist. Einen Schwerpunkt bildet insoweit natürlich deutsche und westeuropäische Musik, in diesem Jahr viel Bach und Ritter. Ich selbst konnte die Kapelle im September 2007 während eines Konzerts im Rahmen des internationalen Festivals für Alte Musik kennenlernen. Die Atmosphäre und Akustik sind beeindruckend.

Weitergehende Informationen wie Konzerttermine, Kartenpreise usw. sind auf der offiziellen Webseite zu finden. Solche Veranstaltungen sind für die breite Öffentlichkeit auch die einzige Möglichkeit, die Malteserkapelle zu besichtigen, denn heute ist im Woronzow-Palais die St. Petersburger Suworow-Kadettenschule untergebracht. D.h. daß das gesamte Areal in der Regel für Zivilisten nicht zugänglich sind. Wenn man sich in "Piter" aufhält und dort gerade ein Konzert stattfindet, sollte man sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen.


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Fotos: www.maltacapella.ru, fotki.yandex.ru/users/vladimafan.
Mittwoch, 24. August 2011
24.08.2011: Musik des Tages
Die Gruppe Pelageja (ein altslawischer Frauenname, den die Leadsängerin trägt) mit ihrer Mischung aus Folk und Pop ist in Rußland recht beliebt. Nachfolgend bringen sie das Lied "Ljubo, bratzy, ljubo" (dt.: Es ist eine Freude, Brüder) zu Gehör, das auf ein altes Kosakenlied aus dem 18. Jahrhundert zurückgeht.
Freitag, 15. Juli 2011
15.07.2011: Musik des Tages
Der Liedermacher Alexander Rosenbaum besingt im folgenden Lied den legendären Newskij Prospekt in seiner Heimatstadt St. Petersburg, die derzeit wegen der "weißen Nächte" wieder mit Touristen gefüllt ist. :-)
Montag, 9. Mai 2011
09.05.2011: Musik des Tages
Anläßlich der 66. Wiederkehr des Kriegsendes heute ein nachdenkliches Lied über den einen Sieg, der unbedingt nötig ist. Es stammt ursprünglich aus dem Spielfilm "Der weißrussische Bahnhof" und wird hier vom Barden Bulat Okudschawa vorgetragen.
Sonntag, 1. Mai 2011
01.05.2011: Musik des Tages
Heute präsentiert uns das Vokaltrio "Relikt" in hoher Qualität zwei russische Lieder aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Zunächst "Na besymjannoj wysote" (dt.: Auf einer namenlosen Anhöhe) und danach den bekannten Titel "Katjuscha".
Samstag, 26. März 2011
Alexander Rosenbaum, der musizierende Notarzt
Im russischen Sprachraum hat sich bis heute eine Tradition des Chansons, oder technischer formuliert, des Autorenliedes erhalten, die es so in Deutschland nicht gibt. Als ymbol dafür mag Radio Chanson gelten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts standen dafür beispielsweise Wladimir Wyssozkij und Bulat Okudschawa. Etwas jünger ist der nachfolgend vorgestellte Künstler, der in Rußland und wohl auch Israel sehr beliebt ist und ebenfalls zu meinen persönlichen Präferenzen zählt.Alexander Jakowlewitsch Rosenbaum wurde am 13.09.1951 in Leningrad geboren. Seine Eltern studierten dort Medizin, mußten sich jedoch kurz nach der Graduierung in Kasachstan niederlassen. Maßgeblich dafür waren religiöse Gründe, denn sie waren Juden und kurz vor Stalins Tod begann dieser mit einer antisemitischen Kampagne. Später kehrte die Familie nach Leningrad zurück und Alexander Rosenbaum nahm 1968 ebenfalls ein Medizinstudium auf. Bereits während seiner Schulzeit hatte er eine Musikschule besucht und begann nun, eigene und fremde Lieder und Gedichte vor einem größeren Publikum vorzutragen. 1974 schloß er sein Studium ab - er hatte sich auf Reanimation und Geburtshilfe spezialisiert - und arbeitete fortan als Notarzt in der Newastadt, in der er bis heute lebt.
Parallel dazu bildete er sich musikalisch weiter und trat auch mit seinen Liedern auf. Irgendwann hatte er wohl das Gefühl, sich für eine von beiden Tätigkeiten entscheiden zu müssen - er wählte die Musik und gab die Medizin auf. Anfang der 1980er Jahre begann seine Musikkarriere, die bis heute andauert. Daneben war er als Schauspieler an mehreren Filmen beteiligt. Bisher hat Alexander Rosenbaum fast 500 Lieder und Gedichte geschrieben und fast 100 Alben aufgenommen. Dabei ist es ihm gelungen, einen Großteil der Lieder in zwölf verschiedene Philosophien einzuteilen (Philosophie des Krieges, der Liebe usw.).
Seine Titel sind nicht nur musikalisch angenehm, sondern haben oft auch einen tiefergehenden Text. Er singt nicht nur selbst, sondern spielt auch Gitarre und Klavier. Es ist jedoch die Gitarre, die für den typischen "Rosenbaum-Sound" steht. Mithin eine bescheidenes Ausstattung, mit der er allerdings ganze Konzertsäle füllen kann. Nachfolgend sollen fünf seiner Lieder, Youtube sei dank, vorgestellt werden.
Seine Erfahrungen aus der Arbeit im Rettungsdienst hat er im "Lied des Arztes der Schnellen medizinischen Hilfe" verarbeitet:
Aus Rosenbaums Feder stammen einige Lieder, die sich mit dem Krieg in Afghanistan beschäftigen. Dazu zählt auch das folgende mit dem Titel "Schwarze Tulpe". Es ist im Video mit Szenen aus dem Film "Afganskij Islom" versehen, worin Alexander Jakowlewitsch auch selbst mitgespielt hat:
Der Krieg wird auch im nächsten, sehr temperamentvollen Lied thematisiert, in dem es um die "Kosaken" und ihre kämpferische Lebensweise geht:
Alexander Rosenbaum ist kein weltfremder und unpolitischer Künstler. Im Gegenteil, seit 2003 ist er Dumaabgeordneter für die Partei Jedinaja Rossija und gilt seither russischen Neonazis als weiterer Beweis für eine angebliche jüdische Verschwörung im Kreml. Doch in Israel ist er ebenfalls bekannt und hat 2006 mit dem folgenden Werbelied zugunsten der Partei Jisra'el Beitenu in den Knessetwahlkampf eingegriffen:
Abschließend noch das bekannteste Lied von Alexander Rosenbaum: "Gop-stop". Ein sehr frühes Werk, das er hier im Duett mit Grigorij Leps während einer Neujahrssendung vorträgt:
Heute Abend wird Rosenbaum am alljärlichen Wettbewerb "Chanson des Jahres" teilnehmen, der von Radio Chanson im Kremlpalast veranstaltet wird. Vielleicht gewinnt er ja den Preis.
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Mittwoch, 23. Februar 2011
23.02.2011: Musik des Tages
Heute wird in Rußland der Tag des Vaterlandsverteidigers begangen - eine Mischung aus deutschem Männertag und allgemeiner Verehrung des Soldatentums. Aus diesem Anlaß nachfolgend ein Video mit dem Lied "Po polju tanki grochotali" (dt.: Auf dem Feld polterten die Panzer), vorgetragen von den Gebrüdern Grim und Lera Masskwa.
S prasdnikom, mushiki! ;-)
S prasdnikom, mushiki! ;-)
Freitag, 7. Januar 2011
07.01.2010: Musik des Tages
Wie man den aktuellen Berichten über angedrohte Terroranschläge auf koptische Christen entnehmen konnte, feiern diese - ebenso wie andere ostkirchliche Christen (z.B. in Rußland) - heute das Weihnachtsfest. Der Grund dafür liegt im julianischen Kalender, der für das Kirchenjahr nach wie vor gültig ist. Deshalb noch einmal: Gesegnte Weihnachten! С Рождеством Христовым!
Die dazu passende Musik kommt ausgerechnet von einer protestantischen Denomination aus den USA: traditionelle ostslawische Weihnachtslieder, die so allerdings nicht während der orthodoxen Liturgie vorgetragen werden.
Die dazu passende Musik kommt ausgerechnet von einer protestantischen Denomination aus den USA: traditionelle ostslawische Weihnachtslieder, die so allerdings nicht während der orthodoxen Liturgie vorgetragen werden.
Dienstag, 9. November 2010
Filmkritik: "Speznas"
Meine letzte Filmkritik habe ich vor fast einem Jahr geschrieben, Grund genug, dem deutschen Publikum wieder ein paar interessante Streifen aus Rußland vorzustellen. Wie der Titel bereits nahelegt, geht es um filmische Darstellungen der Spezialeinheiten der RF.Zunächst die siebenteilige Fernsehserie „Speznas“, die im Jahr 2002 herausgekommen ist. Der Regisseur Andrej Maljukow ist bekannt für seine hochwertigen Actionfilme (die Serie „Diversant“ hatte ich hier schon vorgestellt). Im Mittelpunkt steht ein Team von Offizieren der Militäraufklärung des Leningrader Militärbezirks (welche der GRU untersteht), die unter Führung des Majors Klim Platow diverse Anti-Terror-Aufgaben zu lösen haben: Bekämpfung von Partisanengruppen in Tschetschenien, Ausheben eines Giftlabors mitten in St. Petersburg, Personenschutz für einen Politiker im bürgerkriegsgeschüttelten Tadshikistan oder Einsatz gegen eine international agierende Islamistengruppe in Afghanistan. Dabei zeigen die Helden des Films einen nüchternen Professionalismus, der der Haudrauf-Mentalität der Vertreter des Innenministeriums gegenübergestellt wird.
Den Hintergrund des Drehbuchs bilden natürlich jene von Islamisten verübten Terroranschläge, die Rußland seit Beginn der 1990er Jahre erschüttert haben. Die dargestellten Spezialoperationen (von einer Flugzeugentführung bis zum Ausheben eines B-Waffen-Labors) müssen nicht wirklich so stattgefunden haben, doch liegen sie durchaus im Bereich des Möglichen. Die Serie ist das, was man gute Unterhaltung nennen kann: Weder zu seicht noch zu tiefschürfend, mit guten Actionszenen und realistischen Szenarien. Deshalb wundert es mich, daß sie bisher nicht ins deutsche Fernsehen gekommen ist, wo man uns doch sonst allerlei Plattheiten zumutet.
Die Folgen der Serie sind auch im Internet zu finden, siehe z.B. hier (Tip!), hier, hier, hier und hier.
Die Filmmusik stammt übrigens von der Gruppe Ljube:
Nichts ist so ernst, daß man daraus nicht eine Komödie machen könnte. Das gilt auch für das Thema Spezialeinheiten. Und weil man mit der soeben besprochenen Serie einmal in Petersburg investiert hatte, wurde kurz danach am selben Ort eine zweite mit ähnlichem Thema gedreht: „Russkij speznas“ (2002) und „Speznas po-russki 2“ (2003). Ich muß gestehen, daß ich selten so herzhaft gelacht habe wie beim anschauen dieser Filme. Die beiden Helden sind ebenfalls Offiziere der Militäraufklärung und haben allerlei Abenteuer zu bestehen – wobei diesmal weniger Islamisten als die Anhänger einer obskuren Sekte, die nach der Weltherrschaft streben, Thema sind. Dabei kommen ihnen allerdings regelmäßig Zivilisten in die Quere, genauer gesagt zwei Militariahändler, die die Weltkriegsschlachtfelder rund um St. Petersburg nach verwertbaren Schätzen abgrasen. Diese werden dann zuhause gelagert, und so sieht ihre Wohnung aus wie ein Museum, mit Panzerfaust u.ä. im Bett. Zudem wird stilecht unter Zuhilfenahme von Sprengstoff gefischt. ;-)) Hinzu kommen noch Mitarbeiter anderer Sicherheitsbehörden (namentlich des FSB), die regelmäßig als ein wenig unterbelichtet dargestellt werden.Die beiden Helden sind schon nicht ganz ernst zu nehmen, ihre Freunde und Kollegen noch weniger. Selbst die Bösewichte kommen irgendwie lustig rüber. (Besonders gefallen mir die Verfolgungsszenen durch die Petersburger Straßen und Kanäle.) Die Serie läßt sich vielleicht am ehesten mit „A-Team“ vergleichen, nur ist sie noch etwas unernster und humorvoller. Und auch hier erhebt sich die Frage, weshalb so etwas dem deutschen Fernsehpublikum vorenthalten wird. Die Einschaltquoten der einschlägigen Comedyserien angelsächsischer Provenienz sollten sich auch damit erreichen lassen.

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Samstag, 19. Juni 2010
19.06.2010: Videos des Tages
Am 9. Mai 2010 fand anläßlich des 65. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges auch in St. Petersburg, das 900 Tage lang belagert worden war, auf Schloßplatz und Newskij-Prospekt eine Militärparade statt, von der die heutigen Videos berichten.
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Sonntag, 16. Mai 2010
Putin über die russische Jugend

Heute folgt noch ein Interview mit einem russischen Politiker. ;-) Am vergangenen Wochenende hat das russische Fernsehen eine Dokumentation mit dem Titel "Urok istorii" (dt.: Geschichtsstunde) ausgestrahlt, in der ältere Schüler aus St. Petersburg, die kurz vor dem Abitur stehen, zu ihren Ansichten über den Zweiten Weltkrieg, ihr Verhältnis zu den Veteranen und ihre Zukunftspläne befragt worden sind. Ich habe den Film zufällig gesehen und fand ihn sehr interessant.
Darin wurden kurze Interviewschnipsel mit Personen älterer Jahrgänge integriert. Unter ihnen war auch Wladimir Putin. Auf seiner Webseite wurde nun das vollständige Interview in einer englischen Übersetzung veröffentlicht. Besonders wichtig erscheint mir seine Meinung, wonach die heutige Jugend in Rußland gar nicht so schlecht ist, wie der Macher des Films wohl annimmt:
"[...]Wladimir Wladimirowitsch dürfte mit seiner Einschätzung der Realität näherkommen als jene, die in der Jugend immer nur Niedergang sehen wollen. (Solche Leute gab es vor 2500 Jahren auch schon. ;-))
Question: Mr Putin, we ask school children a lot of questions in our film, including questions about the war. But we were quite struck by their responses to the question "What do you dream of?" We also asked veterans the same question: "What did you dream of?" The war altered the lives, and dreams, of most veterans. The 17 year olds of today dream about quite bourgeois things: a successful career, an apartment, a good salary, a nice car, and so on. On the one hand, there is nothing wrong with that. They are prepared to work to for all that. But on the other hand, personally, I was struck that nobody said: "I want to win the Noble Prize", "I dream of becoming the President," and the like. Do you think it is good that this new generation is so bourgeois and thinks so pragmatically or you do you feel that they are missing some real values?
Vladimir Putin: I do not think that. You know, I don't think that because I have had the opportunity to understand that when our young people find themselves in extraordinary circumstances, they meet the challenges they are faced with, and as strange and surprising as it may seem to us, they display heroism, courage, and patriotism. So in extreme situations they display these traits, while in a normal, routine environment they behave quite pragmatically, which I think is no bad thing, it is good.
Question: A 17 year-old girl asked me this, after I asked her what the differences were between their generation the generation of the 1940's. She said "They were one, that generation was better and more honest, and in general, I feel that generation had something which ours lacks. But she still said "I am proud of my motherland, of its past achievements: victory in the Great Patriotic War, Gagarin's space flight... Can you tell me what is there for me today to be proud of?" Maybe this is routine now, as they probably do not understand what the 1990's were like, when they were growing up, while today... As Prime Minister and as the second president of Russia, how would you answer that question? What is there for young people to be proud of today?
Vladimir Putin: You know, answering your previous question, I said that when people find themselves in extreme situations, they display all the traits that others think they lack. I was referring, first of all, to circumstances related to counter-terror operations and other such situations. Just recently I had a conversation with a former officer, who has seen active service and who is well known in our country.
He spent a significant amount of time fighting in various anti-terror operations in various places. Being originally from the Caucasus, he told me quite sincerely that for him there was no one better than a Russian soldier. And this is most directly manifested today in all those brave people who love their country. This statement applies not even to career officers, but to those young lads, regular soldiers. The Russian soldier is the most effective fighter.
This does not mean, of course that we should always live in a militarised environment. What I want to say is that first, our young people do have these qualities, and secondly, under normal circumstances we should always seek to surpass our competitors, to be competitive in the economy, public life, and political system. In order to ensure we are an efficient state. Only then will we have a stable future.
There are plenty of areas in which we can apply our talents: science, business, or sports. There is always an opportunity to shine. An individual should aspire to find his place in life. Of course, the state and society should help, but first and foremost, it is our own responsibility to find the right way to channel our talents and succeed. When we achieve these results in our own minds we grow in our own sights and our confidence builds. I believe that every young man and woman has this opportunity.
Question: Essentially, you are telling the young lady to be proud of her own generation as well?
Vladimir Putin: Yes, of course.
[...]"
Solange die jungen Männer und Frauen so engagiert beim von Lew Leschtschenko vorgetragenen Lied "Djen pobedy" (dt.: Tag des Sieges) mitsingen, wie am vergangenen Sonntagabend während des Konzertes im Moskauer Lushniki-Stadion, muß man sich wohl keine Sorgen machen:
Es fehlt der Jugend nicht an gesundem Patriotismus, auch wenn sie sich heute vor allem für die Gestaltung des eigenen Lebens und nicht für irgendwelche großen Weltentwürfe und Ideologien interessiert. Diesen Kelch mußten hingegen ihre Groß- und Urgroßeltern bis zur Neige leeren.
Daneben hat mich noch ein zweiter Punkt berührt. In der vorletzten Woche habe ich den im Jahr 2000 erschienenen Interviewband "Aus erster Hand" gelesen, der die nach mehreren Fragestunden dreier Journalisten mit Putin entstanden ist. Darin äußerst sich Putin auch ausführlich zu seiner Kindheit und Familie. (BTW: Das Buch wird in deutschen Medien viel zu selten erwähnt. Nach der Lektüre erscheint die Person Putin gar nicht mehr so rätselhaft wie oft behauptet.)
Im o.g. Interview hat er diesem Bild noch ein paar Pinselstriche hinsichtlich seines Vaters (und seiner Mutter) während der Leningrader Blockade hinzugefügt:
"[...]
Question: What about your personal perception of it ... Naturally, this is something that changes with age ... While in childhood, it is mainly shaped by war movies, etc., with age you come to understand the tragedy of it. How did your understanding of what the war and blockade really were change as you grew up?
Vladimir Putin: You know, with age I came to see those stories they told me as a child in a different light. For example, I knew that my mum visited my father in hospital after he had been wounded. My father had told me that he was with a partisan unit in the beginning of the war, but I later found out that in reality he was with a sabotage group. When I was President, I requested documents from the archives. My father was no longer alive then, had already passed away. Amazingly, the documents tallied with everything he had told me, right down to the tiniest detail.
I did learn that there were 28 of them who were sent across enemy lines to gather intelligence and carry out sabotage operations. Only four of those 28 survived. One thing that my father had never told me, something I learnt from the archives, was that the group was led by a Russian citizen of German descent.
Question: He wasn't interned at the beginning of the war?
Vladimir Putin: I don't know. I don't know anything about that. They only gave me the archival documents, record cards, personal records, and I was surprised to learn that the group was led by an ethnic German. It was probably because he knew German. I do not know why those in charge back then made that decision. But it was new to me, it was something I knew nothing about.
[...]"

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Foto: www.premier.gov.ru, www.ruvr.ru.
Dienstag, 20. April 2010
20.04.2010: Musik des Tages
Jelena Wajenga (auch Elena Vaenga geschrieben) ist eine russische Sängerin, Komponistin und Schauspielerin, die sich besonders Chansons widmet. Aus ihrem umfangreichen Repertoire hören wir heute ein Lied über die Kämpfe des Zweiten Weltkriegs mit dem Titel "Po polju tanki grochotali" (dt.: Auf dem Feld krachten die Panzer), das ursprünglich für einen Spielfilm komponiert wurde.
PS: Die Reihe zum Waffenrecht der DDR wird voraussichtlich morgen fortgesetzt.
PS: Die Reihe zum Waffenrecht der DDR wird voraussichtlich morgen fortgesetzt.
Montag, 22. Februar 2010
22.02.2010: Musik des Tages
Vorgestern hatte ich hier erwähnt, daß zwei Offiziere der Spezialeinheit Alfa mit der Rockband Ljube zusammen musizieren. Heute will ich dieses Lied mit dem Titel "Po wysokoj trawe" (dt.: Durch das hohe Gras) nachreichen. (Hier gibt es noch ein anderes Video desselben Titels mit englischen Untertiteln.)
Wobei ich gerade sehe, daß die noch mehr Aufnahmen gemeinsam produziert haben - deshalb also im Anschluß als zweites Stück "Wsje budjet kak nado" (dt.: Alles wird so, wie sein muß).
Das dritte Video ist ein hih-hop-mäßiges Danklied, das ein mir unbekannter Interpret in Erinnerung an die in Beslan gefallenen Alfa- und Vympel-Angehörigen aufgenommen hat. Musikalisch trifft es nicht meinen Geschmack, doch es zeigt, wie populär die Spezialeinheiten sind. (Das Video enthält außerdem viele Originalaufnahmen der Ereignisse in Beslan. Man achte dort auf die bewaffneten Zivilisten - das sind jene selbsternannten Geiselbefreier, deren dilettantisches und unkoordiniertes Vorgehen gegen die besetzte Schule das tragische Ende des Geiseldramas mit herbeigeführt hat.)
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Spetsnaz V: Alfa und Vympel heute
Wobei ich gerade sehe, daß die noch mehr Aufnahmen gemeinsam produziert haben - deshalb also im Anschluß als zweites Stück "Wsje budjet kak nado" (dt.: Alles wird so, wie sein muß).
Das dritte Video ist ein hih-hop-mäßiges Danklied, das ein mir unbekannter Interpret in Erinnerung an die in Beslan gefallenen Alfa- und Vympel-Angehörigen aufgenommen hat. Musikalisch trifft es nicht meinen Geschmack, doch es zeigt, wie populär die Spezialeinheiten sind. (Das Video enthält außerdem viele Originalaufnahmen der Ereignisse in Beslan. Man achte dort auf die bewaffneten Zivilisten - das sind jene selbsternannten Geiselbefreier, deren dilettantisches und unkoordiniertes Vorgehen gegen die besetzte Schule das tragische Ende des Geiseldramas mit herbeigeführt hat.)
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Sonntag, 20. Dezember 2009
Im Morgengrauen ist es noch still
In den vergangenen zwei Wochen war es mir möglich, die Neuverfilmung des Klassikers „A sori sdes tichie“ (dt. Titel: Im Morgengrauen ist es noch still) anzusehen. Der Roman von Boris Wassiljew war erstmals im Jahre 1972 verfilmt worden, damals in zwei Teilen mit Spielfilmlänge. 2005 wurde dann eine chinesisch-russische Koproduktion in Angriff genommen, die aus fernsehgerechten zwölf Teilen à 45 Minuten besteht.Zur Handlung: Ein karelisches Dorf im Frühjahr und Sommer 1942; am Ortsrand befindet sich eine Flakstellung, die von einer Besatzung aus jungen Soldatinnen neu bemannt wird. Das bringt für den Ortskommandanten, einen altgedienten Hauptfeldwebel, allerlei Herausforderungen. Zudem sind die weiblichen Kanoniere nicht unbedingt die besten Soldaten und möchten ihr Kriegshandwerk auf die Flugabwehr beschränken. Wozu muß man als „Senitschik“ mit einem Gewehr umgehen können? Beide Filme berichten von den Anpassungsproblemen der vielen jungen Frauen, die sich nach Kriegsbeginn 1941 in der Sowjetunion zu den Fahnen gemeldet hatten. (Man könnte es auch nennen: Das Problem des Erwachsenwerdens. ;-)) Andererseits wird der alte Soldat durch den Umgang mit den jungen Frauen zwangsläufig ein wenig „ziviler“ - in welcher rein männlichen Kaserne würde er z.B. vor dem Eintreten anklopfen?
Der spannende Teil kommt freilich in der zweiten Hälfte: In der Nähe des Dorfes wird per Fallschirm ein deutscher Kommandotrupp abgesetzt. Dessen Absichten bleiben unklar, aber ein kleiner Trupp, bestehend aus dem Kommandanten und fünf Soldatinnen, nimmt die Verfolgung auf. Zunächst geht es durch ein Moorgebiet und danach durch die typisch nordischen Waldgebiete. Als sich allerdings herausstellt, daß die Deutschen etwa um das dreifache überlegen sind, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen beiden Seiten. Die Sowjets versuchen, einem Gefecht auszuweichen, aber trotzdem nicht die Fühlung zu verlieren.
Eine Soldatin wird zurück ins Dorf geschickt, um Verstärkung zu holen. Leider verliert sie die Orientierung und kommt im Moor um, nur wenige Meter vom rettenden Ufer entfernt. Eine zweite läuft, unter Zurücklassung ihres Gewehrs, durch den Wald, um einen zurückgelassenen Tabakbeutel zu holen. Auch sie kehrt von ihrem „Ausflug“ nicht lebend zurück, sondern fällt im Nahkampf. Eine dritte ist der Belastung psychisch nicht gewachsen, wirft plötzlich ihr Gewehr weg und versucht, mitten durch das Lager der Deutschen hindurch, zu fliehen. Ebenfalls tot. Für das große Gefecht bleiben also nur noch drei Mann übrig – und die schlagen sich bravourös. Doch am Ende wird es auf seiten der Sowjets nur einen, natürlich verwundeten Überlebenden geben: den Hauptfeldwebel.
Insgesamt eine berührende Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt. Wie kam es zu diesem hohen Blutzoll? Wohl vor allem durch den Mangel an Ausbildung und Vorbereitung, der durch guten Willen (und Ideologie) allein nicht zu ersetzen ist. Wie orientiert man sich im Gelände? Wie verhält man sich, wenn unmittelbar mit Feindberührung zu rechnen ist? Mitten im Krieg gelten auch für Studentinnen andere Regeln als im tiefsten Frieden an der Uni.
Wenn man sowohl die klassische sowjetische Verfilmung als auch die neue chinesisch-russische gesehen hat, erhebt sich naturgemäß die Frage, welche besser gefällt. Ich bin geneigt zu sagen: die jüngere. Zwar hat der Klassiker für sich, daß er die Handlung etwas kompakter und stringenter darstellt. Doch die Neuverfilmung geht stärker ins Detail, und stellt auch Nebenaspekte dar, was natürlich den Unterhaltungswert steigert. Dafür fehlt ihr der Appell an den Patriotismus der Jugend, welcher in der SU-Fassung stark ist (was m.E. allerdings keinen Minuspunkt darstellt). Und man merkt, daß sie vornehmlich für ein asiatisches Publikum gedacht ist (Wassiljews Buch genießt ich China wohl Kultstatus), denn manche Szenen wirken auf einen Europäer einfach nur komisch.
Erheblich kritisieren muß man freilich die in der Neuverfilmung verwendete Waffentechnik, bei der es das chinesische Fernsehen nicht so genau genommen hat. Daß sowjetischerseits bereits Mosin-Nagant-Karabiner M 1944 geführt werden, könne man vielleicht noch entschuldigen. Aber daß den Deutschen anstatt der MP 40 amerikanische M 3 „Grease Guns“ in die Hand gedrückt werden, ist unverzeihlich. Von weiteren Uniform- und Ausrüstungsdetails der deutschen Seite will ich jetzt gar nicht erst reden. Zudem ist es lächerlich, wie aus einem ordinären Karabiner mittels eines offenkundigen Billig-Zielfernrohrs, das auf die Kimme montiert wird, ein Scharfschützengewehr gemacht werden soll – ohne Einschießen natürlich.
Dennoch lohnt es sich, beide Filme anzusehen, zumal es die Erstverfilmung auch in deutscher Sprache gibt. Ich halte beide für mit die besten Kriegsfilme sowjetischer bzw. russischer Provenienz, denn sie verfügen über eine gute Mischung aus nachdenklichen und Action-Szenen. Die Erstverfilmung ist online auch mit englischen Untertiteln greifbar (Teil 1 beginnt hier, Teil 2 hier); die Neufassung kann man z.B. hier erwerben.
Die ersten beiden Videos in diesem Beitrag stammen aus dem 72er Film, die beiden letzten aus der neuen Serie.
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Sonntag, 13. Dezember 2009
Partisanen vom Amur
Es ist eines der bekanntesten roten Lieder aus dem russischen Bürgerkrieg, das nicht nur in viele Sprachen übersetzt, sondern - mit geändertem "weißem" Text - von den ehemaligen Gegnern der Roten im Ausland gesungen wurde: "Partisanen vom Amur". Den deutschen Text sollte jeder in der früheren DDR aufgewachsene noch heute kennen ;-):
"Durch's Gebirge, durch die Steppen zog
Unsre kühne Division
Hin zur Küste dieser weißen,
Heiß umstrittenen Bastion.
Rot vom Blut, wie unsere Fahne,
War das Zeug, doch treu dem Schwur,
Stürmten wir die Eskadronen,
Partisanen vom Amur.
Kampf und Ruhm und bittere Jahre!
Ewig bleibt im Ohr der Klang,
Das Hurra der Partisanen,
Als der Sturm auf Spassk gelang.
Klingt es auch wie eine Sage,
Kann es doch kein Märchen sein:
Wolotschajewska genommen!
Rotarmisten zogen ein.
Und so jagten wir zum Teufel
General und Ataman.
Unser Feldzug fand sein Ende
Erst am Stillen Ozean."
Hinsichtlich des historischen Hintergrundes dieses Liedes war ich bis dato skeptisch, schließlich ist wohlbekannt, wie freizügig die Sowjets bisweilen im "Erfinden" von Traditionen und in der Pflege derselben waren. Doch in der vergangenen Woche ist mir ein Artikel im Heft 10/2009 des Wojenno-Istoritscheskij Shurnal (dt.: Militärhistorische Zeitschrift) aufgefallen. Mit seiner Abhandlung "Die Rolle der Partisanenbewegung im Kampf gegen die japanische Intervention im Fernen Osten in den Jahren 1918 bis 1920" unternimmt es der Autor W. G. Chitryj, die im russischen Originaltext noch stärker als in der deutschen Übersetzung besungenen Partisanen aus ihrer weihevollen Anonymität zu holen und mit Leben zu erfüllen.

Wir schreiben das Jahr 1918. Seit Herbst 1917 befinden sich erste amerikanische Truppen in Wladiwostok, die seit Frühjahr 1918 durch japanische Kontingente verstärkt werden. Letztere beschränken sich allerdings nicht mit der Herrschaft über die Hafenstadt, sondern stoßen entlang der Transsibirischen Eisenbahn weit Richtung Westen bis zum Baikalsee vor. Das offizielle politische Ziel der Intervention bestand in der Unterstützung der Weißen im russischen Bürgerkrieg (insbesondere von Admiral Koltschak) sowie in der Evakuierung der Tschechoslowakischen Legion über den Pazifik in ihre Heimat.

Über diese von allen Interventionsmächten (USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada u.a.) geteilten Ziele hinaus hatte Japan jedoch eine "hidden agenda": Die Japanisierung des russischen Fernen Ostens. Zu diesem Zweck wurden Siedlungskolonien gegründet (insgesamt ca. 50.000 Personen) - und eine davon, in Nikolajewsk am Amur, wurde durch einen "Zwischenfall" 1920 berühmt. Im März hatte eine Partisanenabteilung unter Führung des Anarchisten Triapizyn die Stadt umzingelt, in der es neben 350 japanischen und 300 "weißen" Soldaten auch 450 japanische Kolonisten gab. Als im Mai eine Entsatzexpedition der japanischen Armee eintraf, waren alle der vorgenannten entweder gefallen oder füsiliert worden. Dasselbe Schicksal sollte dann aber auch Triapizyn ereilen.

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte das expandierende Japan seine begehrlichen Blicke auf diesen Teil der Welt geworfen und seither nicht davon abgelassen (siehe auch hier). Jetzt schien eine günstige Chance gekommen. Mit einem Truppenkontingent von rund 70.000 Mann - das war das Zehnfache der amerikanischen Truppen - waren die Japaner die uneingeschränkte Führungsmacht im Fernen Osten und in Sibirien sowie in den angrenzenden Gebieten Chinas. Diese militärische Macht wurde durch politisch-diplomatische Manöver abgesichert, etwa die Unterstützung für Grigorij Semjonow (das ist der im Lied besungene Ataman) und Robert von Ungern-Sternberg. Beide Männer verfolgten ihre eigene Agenda (Ungern-Sternberg ernannte sich z.B. selbst zum Diktator der Mongolei) und waren, bei Lichte betrachtet, nicht nur Separatisten, sondern überhaupt zwielichtige und ziemlich unappetitliche Figuren.

Angesichts dieser offensichtlichen Bedrohung durch die japanischen Okkupanten wie durch ihre blutrünstige Landsleute ist es nicht überraschend, daß sich aus den Einwohnern des russischen Fernen Ostens Partisanengruppen gebildet haben. Regionale Schwerpunkte waren das Amurgebiet, die Region Chabarowsk und Primorje. Die Organisation war, den Zeitumständen entsprechend, sehr divers, weshalb man eine alles bestimmende Rolle der Bolschewiki oder der Roten Armee wohl verneinen muß. Eine zentralere Führung durch die Streitkräfte der Fernöstlichen Republik war erst in der zweiten Periode des Konflikts (1920-1922) gegeben. Dazu kam die ethnische Heterogenität der Partisanen: Russen, Koreaner, Chinesen u.a. Völkerschaften waren vertreten; es gab in ihren Reihen sogar freigelassene deutsche und österreichische Kriegsgefangene. (Manche Gruppen dürften allerdings kaum besser als ordinäre Banditen gewesen sein.)

Im Februar 1919 sollen allein im Amurgebiet rund 10.000 Partisanen operiert haben. Ihre zumeist aus Kavallerie und Infanterie gemischten Abteilungen hatten in der Regel eine Stärke zwischen etwa 50 und 200 Mann. Die Angriffe richteten sich vor allem gegen die Verbindungswege der Japaner. Der Schwerpunkt lag dabei auf Attacken gegen die Eisenbahnlinien, über die ja nicht nur die japanischen, sondern auch die weißen Truppen im Osten Sibiriens versorgt wurden. Von Februar bis Oktober 1919 sollen 327 Eisenbahnbrücken durch Partisanen zerstört worden sein. Sofern sich die Gelegenheit ergab, wurden allerdings auch japanische Garnisonen und ganze Städte angegriffen. Bis zum November 1919 verlor die japanische Armee bei diesen Kämpfen 572 Gefallene und 483 Verwundete; hinzu kommen 436 Soldaten, die infolge von Erkrankungen verstorben sind. Insgesamt verloren die Japaner während ihres Rußlandabenteuers über 5.000 Tote.

1921 gab es mit der von Japan unterstützten Gründung der sog. Küstenrepublik ein letztes Aufbäumen der weißen Bewegung im Fernen Osten. Doch diesem Versuch war nur eine kurze Dauer beschieden. Im September/Oktober 1922 verließen die japanischen Truppen als letzte der Interventionsmächte das russische Festland (Nordsachalin blieb bis 1925 besetzt) und im Dezember zog die Rote Armee in Wladiwostok ein. Die Partisanen vom Amur hatten gesiegt. In ihrem jahrelangen Kleinkrieg hatten sie nicht nur ihre weißen Gegner besiegt, sondern auch erheblich stärkere japanische Truppen aus dem Land geworfen. Für Tokio war die Intervention zu einer nicht mehr tragbaren Belastung geworden, die erhebliche finanzielle Mittel verschlang (insgesamt ca. 900 Mio. Yen).


Die ersten Bilder stammen aus amerikanischen und japanischen Quellen. Die letzten vier zeigen hingegen Partisanen sowie Soldaten der Roten Armee.
Bezeichnend sind die Fotos 1 bis 3 (s.o.) im Vergleich mit dem letzten. Alle sind in Wladiwostok entstanden: zunächst paradieren die Interventionstruppen, doch am Ende triumphiert die Rote Armee.




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Donnerstag, 10. Dezember 2009
Ein Buch, von dem man besser die Finger läßt
In der Regel weise ich an dieser Stelle auf Bücher hin, die mir bemerkenswert erscheinen und die ich meinen Lesern empfehlen möchte. Heute soll - ausnahmsweise - vor einem Buch gewarnt werden, das ich für unsachlich und somit schlecht halte.Wolfgang Leonhard gilt im deutschsprachigen Raum als einer der besten Kenner von Kommunismus und Stalinismus sowie der früheren Sowjetunion. Berühmt wurde er durch sein erstmals 1955 erschienenes Buch "Die Revolution entläßt ihre Kinder". So könnte denn mancher interessierte Zeitgenosse versucht sein, auch zu Leonhards neuesten Werk mit dem Titel "Anmerkungen zu Stalin" zu greifen. Davon will ich jedoch ausdrücklich abraten, denn die Faktenbasis, auf der seine Argumentation aufbaut, ist außerordentlich dünn.
Das Buch beginnt in etwa mit den gleichen Sätzen wie die Verlagswerbung:
"[...]Damit bedient Leonhard zwar die populäre These einer angeblichen Stalin-Renaissance im heutigen Rußland, allein, die von ihm dort als Belege für diese bedenkliche Entwicklung angeführten Tatsachen stimmen nicht!
In Putins Russland feiert eine historische Figur ein erstaunliches Comeback: Bei einer Volksumfrage wurde Josef Stalin jüngst zum «größten Helden der russischen Geschichte» gewählt. In dem Land, in dem auch wieder die alte Stalin-Hymne gesungen wird, droht die Erinnerung an die Greuel zu verblassen, wird einer der schlimmsten Diktatoren des letzten Jahrhunderts gern in mildem Licht gesehen, als Patriot und Garant nationaler Stärke.
[...]"
Erstens: Aus der vor rund einem Jahr im Fernsehen durchgeführten Umfrage nach dem bedeutendsten Russen der Geschichte ging nicht Josef Stalin, sondern Alexander Newskij als Sieger hervor (siehe auch hier).
Zweitens: Bei der im Jahr 2000 eingeführten Nationalhymne der RF handelt es sich nicht um eine "Stalin-Hymne", sondern um die Kombination aus der alten (und sehr eingängigen) Musik von Alexander Alexandrow und dem neugedichteten Text von Sergej Michalkow. Die neue Hymne ist populär und hat das seit 1991 anhaltende, m.E. würdelose Gezerre um eine Nationalhymne für das postsowjetische Rußland beendet (zur Entwicklung vgl. hier). Glinkas "Patriotisches Lied" konnte nie Rückhalt im Volk gewinnen, zumal es über keinen Text verfügt. Letzterer ist für eine Nationalhymne jedoch von entscheidender Bedeutung, denn eine Melodie allein hat etwas beliebiges.
Wenn Leonhards Grundannahmen schon so falsch sind, wie soll denn in seinem neuen Buch daraus eine vernünftige und realistische Darstellung werden? Ich weiß es ehrlichgesagt nicht, denn nach der Lektüre der ersten Seiten habe ich es wieder weggelegt. Dennoch bleiben erhebliche Zweifel. Es ist nicht das erste Mal, daß mich Wolfgang Leonhard enttäuscht hat. Viele seiner in den letzten Jahren publizierten Bücher sind doch erstaunlich fade und blutleer; sie wirken wie der dritte oder vierte Aufguß seines Klassikers "Die Revolution entläßt ihre Kinder". Dazu kommen vielleicht auch gewisse Alterserscheinungen, vor denen auch der von mir sonst hochverehrte Peter Scholl-Latour nicht gefeit ist.
So will ich heute mit einem Rat an meine Leser schließen: Wer etwas von Leonhard lesen will, der ist mit seiner klassischen Arbeit von der Revolution, die ihre Kinder entläßt, mit Abstand am besten bedient. Seine "Anmerkungen zu Stalin" sind jedenfalls Geldverschwendung und dürften inhaltlich kaum über das in seinem Erstlingswerk bereits gesagte hinausgehen.
PS: Zum Schluß ein Video mit einer etwas rockigeren Version der soeben diskutierten Nationalhymne, interpretiert von der Gruppe "Ljube".
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Samstag, 31. Oktober 2009
31.10.2009: Videos des Tages
Unter den außerhalb Sankt Petersburgs gelegenen Residenzen nimmt Puschkin, das frühere Zarskoje Selo, wo sich im Katharinenpalast das (neue) Bernsteinzimmer befindet, eine herausragende Stellung ein. Desgleichen - zumindest im Sommer - Peterhof mit seinen berühmten Fontänen. Mir gefallen hingegen Schloß und Park von Pawlowsk am besten. Im klassizistischen Stil errichtet (dem ich mich ohnehin sehr verbunden fühle), ist Pawlowsk nicht so überlaufen wie die anderen Touristenmagneten, wovon die beiden heutigen Videos einen kleinen Eindruck vermitteln.
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Samstag, 24. Oktober 2009
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Heute wird in Rußland der "Tag der Spezialeinheiten", der "Spetsnaz", begangen. Wie die meisten anderen Waffengattungen, so haben auch ihre Angehörigen einen eigenen Ehrentag. Anläßlich dessen nachfolgend ein kleines Video aus dem Hause Bratischka.
Sa Was, sa nas i sa Spetsnaz! ;-)
Sa Was, sa nas i sa Spetsnaz! ;-)
Samstag, 26. September 2009
Vier Panzersoldaten und ein Hund
Vor zwei Wochen konnte ich mir einen seit Jahren gehegten Wunsch erfüllen und die DVDs einer polnischen Fernsehserie erstehen, die für viele Ostdeutsche Kultcharakter hat. Doch auch in Polen, in Rußland und sogar in Israel hat sie zahlreiche Fans. Die Rede ist von „Vier Panzersoldaten und ein Hund“ (poln. Originaltitel: Czterej pancerni i pies, russ. Titel: Четыре танкиста и собака). Seit ich die Serie 1988 - damals noch im zarten Kindesalter - erstmals im DDR-Fernsehen gesehen hatte, wollte ich sie noch einmal anschauen. Leider war dies in Deutschland bis dato nicht möglich. Die Gründe dafür sind mir schleierhaft, vielleicht ist es Angst vor vermeintlicher kommunistischer Propaganda? Doch in Kolberg war es endlich möglich, eine DVD-Kollektion des polnischen Fernsehens zu erwerben, die glücklicherweise über deutsche und englische Untertitel verfügt.Die insgesamt 21 Folgen, die auf dem gleichnamigen Roman von Janusz Przymanowski basieren, sind von 1966 bis 1970 entstanden und stellten bei ihrem Erscheinen eine kleine Revolution dar. Wurde doch der zweite Weltkrieg nicht mehr schwermütig, pathetisch und propagandistisch verarbeitet, sondern ein wenig lockerer und sogar humorvoll. Die Serie hat die richtige Mischung von allem, was einen guten Kriegsfilm ausmacht: Abenteuer, Waffen, Kampf, Kameradschaft, Liebe, Pathos, Emotionen, ohne es mit einem davon zu übertreiben. Zudem hält sich die Gewaltdarstellung in Grenzen, weshalb keine „Verrohung der Jugend“ zu befürchten ist.
Inhaltlich geht es um einen jungen Polen namens Janek, der 1943 in der Sowjetunion lebt und sich dort als Jäger verdingt. Eigentlich sucht er seinen Vater, der 1939 einer der Verteidiger der Westerplatte war. Als es nun zur Aufstellung polnischer Truppen in der UdSSR – der Polnischen Volksarmee (poln. Abk.: LWP) – kommt, meldet er sich freiwillig, um für die Befreiung seiner Heimat zu kämpfen. Er und sein Jagdhund Scharik kommen zu einer Panzerbrigade, womit die Abenteuer ihren Lauf nehmen, die ihn und seine Kameraden bis zum Mai 1945 nach Berlin führen werden. (Mehr dazu bei Wikipedia.)
Teile der Handlung sind allerdings rein fiktiv. So halte ich es etwa für unwahrscheinlich, daß Deutschland in Pommern eine Atomfabrik betrieben und im Frühjahr 1945 eine Seelandung zur Evakuierung dieser Fabrik organisiert hat. Auch die säbelschwingenden Kavalleristen, die in zwei Episoden auftauchen, dürften vor allem eine Remineszenz an den Glorienschein vergangener Zeiten sein. Doch sollte man dies unter künstlerischer Freiheit verbuchen, schließlich handelt es sich nicht um eine Dokumentation.
Die Serie ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch hochinteressant. Es wimmelt von mehr oder weniger versteckten Andeutungen zu historischen oder politischen Fragen (wenn man sie denn versteht), ohne daß diese in epischer Breite ausgewalzt werden. Beispiel: Bei ihrem Vormarsch in Pommern greifen sie einen deutschen Jungen auf, der seine Eltern verloren hat. Zum Abschied schenkt ihm der Georgier Gigorij einen Spielzeugfrosch, woraufhin ein Pole meint, Grigorijs Säbel wäre ein besseres Geschenk gewesen, damit der Junge seine Zähne behält. Oder: Im Frühjahr 1945 verlieren sie ihren Jeep, woraufhin sie in ein Lager der Roten Armee einbrechen und einen anderen stehlen. Dabei stellen sie fest, daß es sich um ihr eigenes Fahrzeug handelt. Ihr Kommentar: Unter Nachbarn kann es schon einmal vorkommen, daß man sich gegenseitig beklaut. ;-)

Selbst der Spitzname „Ogonjok“ (dt.: Flämmchen) von Janeks Verlobter Marusia, einer Sanitäterin der Roten Armee, scheint mir kein Zufall zu sein. Denn 1943 ist in der SU ein gleichnamiges Lied entstanden, in dem es um einen Soldaten geht, der seine Liebste so nennt. Überhaupt sind die Frauen ein eigenes Thema in „Vier Panzersoldaten und ein Hund“. Der Held, Janek, kann sogar zwischen zweien wählen. ;-) Und auch seine Kameraden knüpfen Kontakte zum anderen Geschlecht. Dennoch bleibt das alles im Rahmen, ohne sich in schwülstigen Liebeserklärungen zu verlieren. Hier zeigt sich wiederum die Stärke des Films: Lieber ein paar kurze Andeutungen, die die Phantasie des Zuschauers anregen, als ein Auswalzen um jeden Preis. Zudem dürfte dies eher der Realität von Frontbeziehungen im 2. WK entsprechen als alle pathetischen Schilderungen (siehe auch hier).
Mit den gezeigten Soldatinnen sollte man übrigens nicht spaßen, denn sie führen nicht nur Waffen, sie verstehen auch, damit umzugehen. ;-)

Bezeichnend ist ferner die Begegnung mit einem Offizier der alten polnischen Armee, der seit 1939 in einem deutschen Kriegsgefangenenlager saß und gerade freigekommen ist. Er fragt seinen früheren Untergebenen, welcher jetzt in der LWP dient, was er „in dieser Armee“ (nicht: „in unserer Armee“!) tue. Dann nimmt er ein Mosin-Nagant in die Hand, schüttelt es und stellt fest, daß es klappert. Seine Bemerkung dazu: „Die Mauser aus Radom hat nicht geklappert.“
Damit ist bereits angedeutet, daß der Waffenfreund in dieser Serie nicht zu kurz kommt. Janek ist ein hervorragender Schütze, und so sieht man ihn mit einer Jagdflinte, einem Mosin-Nagant-Karabiner, einem Karabiner 98 mit Zielfernrohr und einer PPSch-41. Doch meistens führt er eine erbeutete C-96-Pistole. An Blankwaffen wird ebenfalls einiges aufgeboten. Ich kenne nur wenige Filme, in denen sie derart häufig gezeigt werden und wo sich die Darsteller über die Vorzüge bestimmter Modelle oder eine Klingeninschrift unterhalten. Der geneigte (junge) Zuschauer lernt daraus vor allem, daß ein richtiger Mann immer ein Messer bei sich trägt. (Vielleicht liegt hier der Grund für mein Interesse an Blankwaffen? Irgendeine frühkindliche Prägung muß es doch gewesen sein. ;-))
Doch ein gewaltiger Fauxpas ist den Filmemachern unterlaufen. Während in einer Szene der Folge „Wysoka fala“ kurz ein Sturmgewehr 44 auftaucht und damit auch geschossen wird, ist selbiges danach durch eine AK-47 ersetzt worden (vgl. Bild 4). Das paßt natürlich nicht. Ansonsten hat man sich weitgehend um Originaltreue bemüht, selbst wenn fahrzeugmäßig nur noch die T-34-Panzer zeitgenössisch sind. Doch damit kann der Zuschauer, denke ich, leben.

Erstaunlich offen ist der Umgang mit einem anderen brisanten Thema: Diebstähle oder, moderater formuliert, dem Besitzerwechsel bei mehr oder weniger herrenlosen Sachen. Ein neuer Rekrut namens Tomasz, seiner Herkunft nach Bauernsohn, versucht, möglichst viel Beute zu machen und mit in sein heimatliches Dorf zu nehmen. Egal, ob eine Kuh hinter dem Panzer hergetrieben wird oder ob er sich an einem Plattenspieler (aus einem zerstörten Propagandawagen) oder an typisch deutschen Kuckucksuhren erfreut. Nur mühsam gelingt es seinen Kameraden, ihn insofern zu besänftigen. Hier zeigt sich das Kriegerleben in einer sehr urwüchsigen Form.
Gewiß, auch in „Vier Panzersoldaten und ein Hund“ findet sich Propaganda, allerdings mehr polnisch-patriotische denn kommunistische. Es ist deutlich weniger, als in vielen anderen Filmen, zumal solchen aus der Zeit des Kalten Krieges. Aufgefallen sind mir lediglich drei Szenen: Erstens wird Danzig als polnische Stadt bezeichnet, die man jetzt zurückgewonnen hätte. Ebenso wird alles Land östlich der Oder als genuin polnisch angesehen. Historisch betrachtet ist beides zwar Unfug, aber in Polen wohl nach wie vor herrschende Meinung. Und in der letzten Folge wird gegen pazifistische Tendenzen angegangen, als Gustlik meint, man habe kein Recht, seine Waffen wegzuwerfen, solange es die anderen nicht ebenfalls tun. (Letzteres erachte ich übrigens für eine sehr vernünftige Einstellung.)
Desweiteren hält sich sogar die Germanophobie in engen Grenzen. Ich kenne polnische und sowjetische Filme, in denen die Soldaten der deutschen Wehrmacht durchgängig als sadistische Bestien gezeichnet werden. Dem ist hier erfreulicherweise nicht so.

So, jetzt aber genug gelobt. ;-) Weitere umfangreiche Informationen zur Serie gibt es u.a. hier, hier, hier, hier, hier und hier. Es gab auch einmal eine deutsche Fanseite im Netz, die mittlerweile jedoch verschieden ist. In Polen existiert jedenfalls ein Diskussionsforum sowie ein Blog zur Serie.
Wenn man den polnischen Originaltitel oder die russische Übersetzung in die Videosuche von Google eingibt, so stößt man auf zahlreiche Videos mit Ausschnitten sowie auf mehrere Folgen in voller Länge. Einen Großteil der Filme sollte man außerdem hier und hier (inkl. Musikstücken) finden.
Die DVDs können hierzulande z.B. über Amazon.de bezogen werden. (Insofern ist die Lage besser als bei manchen russischen Filmen, die in Deutschland fast gar nicht erhältlich sind.)
Das erste Video (o.) beinhaltet die Eingangssequenz mit dem Titellied, das von Edmund Fetting gesungen wird. Das zweite stellt den Anfang der ersten Folge und somit Janeks Leben als Jäger in Ostsibirien dar. Im letzten Video singt Marusia ein Lied über die vier Panzersoldaten.
PS: Ja, es gibt ein Happy End. Janek findet seinen Vater - lebend. Und in der letzten Folge wird geheiratet ... ;-)
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