Montag, 9. Mai 2011
09.05.2011: Musik des Tages
Montag, 14. März 2011
14.03.2011: Musik des Tages
Dienstag, 9. November 2010
Filmkritik: "Speznas"
Meine letzte Filmkritik habe ich vor fast einem Jahr geschrieben, Grund genug, dem deutschen Publikum wieder ein paar interessante Streifen aus Rußland vorzustellen. Wie der Titel bereits nahelegt, geht es um filmische Darstellungen der Spezialeinheiten der RF.Zunächst die siebenteilige Fernsehserie „Speznas“, die im Jahr 2002 herausgekommen ist. Der Regisseur Andrej Maljukow ist bekannt für seine hochwertigen Actionfilme (die Serie „Diversant“ hatte ich hier schon vorgestellt). Im Mittelpunkt steht ein Team von Offizieren der Militäraufklärung des Leningrader Militärbezirks (welche der GRU untersteht), die unter Führung des Majors Klim Platow diverse Anti-Terror-Aufgaben zu lösen haben: Bekämpfung von Partisanengruppen in Tschetschenien, Ausheben eines Giftlabors mitten in St. Petersburg, Personenschutz für einen Politiker im bürgerkriegsgeschüttelten Tadshikistan oder Einsatz gegen eine international agierende Islamistengruppe in Afghanistan. Dabei zeigen die Helden des Films einen nüchternen Professionalismus, der der Haudrauf-Mentalität der Vertreter des Innenministeriums gegenübergestellt wird.
Den Hintergrund des Drehbuchs bilden natürlich jene von Islamisten verübten Terroranschläge, die Rußland seit Beginn der 1990er Jahre erschüttert haben. Die dargestellten Spezialoperationen (von einer Flugzeugentführung bis zum Ausheben eines B-Waffen-Labors) müssen nicht wirklich so stattgefunden haben, doch liegen sie durchaus im Bereich des Möglichen. Die Serie ist das, was man gute Unterhaltung nennen kann: Weder zu seicht noch zu tiefschürfend, mit guten Actionszenen und realistischen Szenarien. Deshalb wundert es mich, daß sie bisher nicht ins deutsche Fernsehen gekommen ist, wo man uns doch sonst allerlei Plattheiten zumutet.
Die Folgen der Serie sind auch im Internet zu finden, siehe z.B. hier (Tip!), hier, hier, hier und hier.
Die Filmmusik stammt übrigens von der Gruppe Ljube:
Nichts ist so ernst, daß man daraus nicht eine Komödie machen könnte. Das gilt auch für das Thema Spezialeinheiten. Und weil man mit der soeben besprochenen Serie einmal in Petersburg investiert hatte, wurde kurz danach am selben Ort eine zweite mit ähnlichem Thema gedreht: „Russkij speznas“ (2002) und „Speznas po-russki 2“ (2003). Ich muß gestehen, daß ich selten so herzhaft gelacht habe wie beim anschauen dieser Filme. Die beiden Helden sind ebenfalls Offiziere der Militäraufklärung und haben allerlei Abenteuer zu bestehen – wobei diesmal weniger Islamisten als die Anhänger einer obskuren Sekte, die nach der Weltherrschaft streben, Thema sind. Dabei kommen ihnen allerdings regelmäßig Zivilisten in die Quere, genauer gesagt zwei Militariahändler, die die Weltkriegsschlachtfelder rund um St. Petersburg nach verwertbaren Schätzen abgrasen. Diese werden dann zuhause gelagert, und so sieht ihre Wohnung aus wie ein Museum, mit Panzerfaust u.ä. im Bett. Zudem wird stilecht unter Zuhilfenahme von Sprengstoff gefischt. ;-)) Hinzu kommen noch Mitarbeiter anderer Sicherheitsbehörden (namentlich des FSB), die regelmäßig als ein wenig unterbelichtet dargestellt werden.Die beiden Helden sind schon nicht ganz ernst zu nehmen, ihre Freunde und Kollegen noch weniger. Selbst die Bösewichte kommen irgendwie lustig rüber. (Besonders gefallen mir die Verfolgungsszenen durch die Petersburger Straßen und Kanäle.) Die Serie läßt sich vielleicht am ehesten mit „A-Team“ vergleichen, nur ist sie noch etwas unernster und humorvoller. Und auch hier erhebt sich die Frage, weshalb so etwas dem deutschen Fernsehpublikum vorenthalten wird. Die Einschaltquoten der einschlägigen Comedyserien angelsächsischer Provenienz sollten sich auch damit erreichen lassen.

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Sonntag, 20. Dezember 2009
Im Morgengrauen ist es noch still
In den vergangenen zwei Wochen war es mir möglich, die Neuverfilmung des Klassikers „A sori sdes tichie“ (dt. Titel: Im Morgengrauen ist es noch still) anzusehen. Der Roman von Boris Wassiljew war erstmals im Jahre 1972 verfilmt worden, damals in zwei Teilen mit Spielfilmlänge. 2005 wurde dann eine chinesisch-russische Koproduktion in Angriff genommen, die aus fernsehgerechten zwölf Teilen à 45 Minuten besteht.Zur Handlung: Ein karelisches Dorf im Frühjahr und Sommer 1942; am Ortsrand befindet sich eine Flakstellung, die von einer Besatzung aus jungen Soldatinnen neu bemannt wird. Das bringt für den Ortskommandanten, einen altgedienten Hauptfeldwebel, allerlei Herausforderungen. Zudem sind die weiblichen Kanoniere nicht unbedingt die besten Soldaten und möchten ihr Kriegshandwerk auf die Flugabwehr beschränken. Wozu muß man als „Senitschik“ mit einem Gewehr umgehen können? Beide Filme berichten von den Anpassungsproblemen der vielen jungen Frauen, die sich nach Kriegsbeginn 1941 in der Sowjetunion zu den Fahnen gemeldet hatten. (Man könnte es auch nennen: Das Problem des Erwachsenwerdens. ;-)) Andererseits wird der alte Soldat durch den Umgang mit den jungen Frauen zwangsläufig ein wenig „ziviler“ - in welcher rein männlichen Kaserne würde er z.B. vor dem Eintreten anklopfen?
Der spannende Teil kommt freilich in der zweiten Hälfte: In der Nähe des Dorfes wird per Fallschirm ein deutscher Kommandotrupp abgesetzt. Dessen Absichten bleiben unklar, aber ein kleiner Trupp, bestehend aus dem Kommandanten und fünf Soldatinnen, nimmt die Verfolgung auf. Zunächst geht es durch ein Moorgebiet und danach durch die typisch nordischen Waldgebiete. Als sich allerdings herausstellt, daß die Deutschen etwa um das dreifache überlegen sind, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen beiden Seiten. Die Sowjets versuchen, einem Gefecht auszuweichen, aber trotzdem nicht die Fühlung zu verlieren.
Eine Soldatin wird zurück ins Dorf geschickt, um Verstärkung zu holen. Leider verliert sie die Orientierung und kommt im Moor um, nur wenige Meter vom rettenden Ufer entfernt. Eine zweite läuft, unter Zurücklassung ihres Gewehrs, durch den Wald, um einen zurückgelassenen Tabakbeutel zu holen. Auch sie kehrt von ihrem „Ausflug“ nicht lebend zurück, sondern fällt im Nahkampf. Eine dritte ist der Belastung psychisch nicht gewachsen, wirft plötzlich ihr Gewehr weg und versucht, mitten durch das Lager der Deutschen hindurch, zu fliehen. Ebenfalls tot. Für das große Gefecht bleiben also nur noch drei Mann übrig – und die schlagen sich bravourös. Doch am Ende wird es auf seiten der Sowjets nur einen, natürlich verwundeten Überlebenden geben: den Hauptfeldwebel.
Insgesamt eine berührende Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt. Wie kam es zu diesem hohen Blutzoll? Wohl vor allem durch den Mangel an Ausbildung und Vorbereitung, der durch guten Willen (und Ideologie) allein nicht zu ersetzen ist. Wie orientiert man sich im Gelände? Wie verhält man sich, wenn unmittelbar mit Feindberührung zu rechnen ist? Mitten im Krieg gelten auch für Studentinnen andere Regeln als im tiefsten Frieden an der Uni.
Wenn man sowohl die klassische sowjetische Verfilmung als auch die neue chinesisch-russische gesehen hat, erhebt sich naturgemäß die Frage, welche besser gefällt. Ich bin geneigt zu sagen: die jüngere. Zwar hat der Klassiker für sich, daß er die Handlung etwas kompakter und stringenter darstellt. Doch die Neuverfilmung geht stärker ins Detail, und stellt auch Nebenaspekte dar, was natürlich den Unterhaltungswert steigert. Dafür fehlt ihr der Appell an den Patriotismus der Jugend, welcher in der SU-Fassung stark ist (was m.E. allerdings keinen Minuspunkt darstellt). Und man merkt, daß sie vornehmlich für ein asiatisches Publikum gedacht ist (Wassiljews Buch genießt ich China wohl Kultstatus), denn manche Szenen wirken auf einen Europäer einfach nur komisch.
Erheblich kritisieren muß man freilich die in der Neuverfilmung verwendete Waffentechnik, bei der es das chinesische Fernsehen nicht so genau genommen hat. Daß sowjetischerseits bereits Mosin-Nagant-Karabiner M 1944 geführt werden, könne man vielleicht noch entschuldigen. Aber daß den Deutschen anstatt der MP 40 amerikanische M 3 „Grease Guns“ in die Hand gedrückt werden, ist unverzeihlich. Von weiteren Uniform- und Ausrüstungsdetails der deutschen Seite will ich jetzt gar nicht erst reden. Zudem ist es lächerlich, wie aus einem ordinären Karabiner mittels eines offenkundigen Billig-Zielfernrohrs, das auf die Kimme montiert wird, ein Scharfschützengewehr gemacht werden soll – ohne Einschießen natürlich.
Dennoch lohnt es sich, beide Filme anzusehen, zumal es die Erstverfilmung auch in deutscher Sprache gibt. Ich halte beide für mit die besten Kriegsfilme sowjetischer bzw. russischer Provenienz, denn sie verfügen über eine gute Mischung aus nachdenklichen und Action-Szenen. Die Erstverfilmung ist online auch mit englischen Untertiteln greifbar (Teil 1 beginnt hier, Teil 2 hier); die Neufassung kann man z.B. hier erwerben.
Die ersten beiden Videos in diesem Beitrag stammen aus dem 72er Film, die beiden letzten aus der neuen Serie.
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Vier Panzersoldaten und ein Hund
Vor zwei Wochen konnte ich mir einen seit Jahren gehegten Wunsch erfüllen und die DVDs einer polnischen Fernsehserie erstehen, die für viele Ostdeutsche Kultcharakter hat. Doch auch in Polen, in Rußland und sogar in Israel hat sie zahlreiche Fans. Die Rede ist von „Vier Panzersoldaten und ein Hund“ (poln. Originaltitel: Czterej pancerni i pies, russ. Titel: Четыре танкиста и собака). Seit ich die Serie 1988 - damals noch im zarten Kindesalter - erstmals im DDR-Fernsehen gesehen hatte, wollte ich sie noch einmal anschauen. Leider war dies in Deutschland bis dato nicht möglich. Die Gründe dafür sind mir schleierhaft, vielleicht ist es Angst vor vermeintlicher kommunistischer Propaganda? Doch in Kolberg war es endlich möglich, eine DVD-Kollektion des polnischen Fernsehens zu erwerben, die glücklicherweise über deutsche und englische Untertitel verfügt.Die insgesamt 21 Folgen, die auf dem gleichnamigen Roman von Janusz Przymanowski basieren, sind von 1966 bis 1970 entstanden und stellten bei ihrem Erscheinen eine kleine Revolution dar. Wurde doch der zweite Weltkrieg nicht mehr schwermütig, pathetisch und propagandistisch verarbeitet, sondern ein wenig lockerer und sogar humorvoll. Die Serie hat die richtige Mischung von allem, was einen guten Kriegsfilm ausmacht: Abenteuer, Waffen, Kampf, Kameradschaft, Liebe, Pathos, Emotionen, ohne es mit einem davon zu übertreiben. Zudem hält sich die Gewaltdarstellung in Grenzen, weshalb keine „Verrohung der Jugend“ zu befürchten ist.
Inhaltlich geht es um einen jungen Polen namens Janek, der 1943 in der Sowjetunion lebt und sich dort als Jäger verdingt. Eigentlich sucht er seinen Vater, der 1939 einer der Verteidiger der Westerplatte war. Als es nun zur Aufstellung polnischer Truppen in der UdSSR – der Polnischen Volksarmee (poln. Abk.: LWP) – kommt, meldet er sich freiwillig, um für die Befreiung seiner Heimat zu kämpfen. Er und sein Jagdhund Scharik kommen zu einer Panzerbrigade, womit die Abenteuer ihren Lauf nehmen, die ihn und seine Kameraden bis zum Mai 1945 nach Berlin führen werden. (Mehr dazu bei Wikipedia.)
Teile der Handlung sind allerdings rein fiktiv. So halte ich es etwa für unwahrscheinlich, daß Deutschland in Pommern eine Atomfabrik betrieben und im Frühjahr 1945 eine Seelandung zur Evakuierung dieser Fabrik organisiert hat. Auch die säbelschwingenden Kavalleristen, die in zwei Episoden auftauchen, dürften vor allem eine Remineszenz an den Glorienschein vergangener Zeiten sein. Doch sollte man dies unter künstlerischer Freiheit verbuchen, schließlich handelt es sich nicht um eine Dokumentation.
Die Serie ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch hochinteressant. Es wimmelt von mehr oder weniger versteckten Andeutungen zu historischen oder politischen Fragen (wenn man sie denn versteht), ohne daß diese in epischer Breite ausgewalzt werden. Beispiel: Bei ihrem Vormarsch in Pommern greifen sie einen deutschen Jungen auf, der seine Eltern verloren hat. Zum Abschied schenkt ihm der Georgier Gigorij einen Spielzeugfrosch, woraufhin ein Pole meint, Grigorijs Säbel wäre ein besseres Geschenk gewesen, damit der Junge seine Zähne behält. Oder: Im Frühjahr 1945 verlieren sie ihren Jeep, woraufhin sie in ein Lager der Roten Armee einbrechen und einen anderen stehlen. Dabei stellen sie fest, daß es sich um ihr eigenes Fahrzeug handelt. Ihr Kommentar: Unter Nachbarn kann es schon einmal vorkommen, daß man sich gegenseitig beklaut. ;-)

Selbst der Spitzname „Ogonjok“ (dt.: Flämmchen) von Janeks Verlobter Marusia, einer Sanitäterin der Roten Armee, scheint mir kein Zufall zu sein. Denn 1943 ist in der SU ein gleichnamiges Lied entstanden, in dem es um einen Soldaten geht, der seine Liebste so nennt. Überhaupt sind die Frauen ein eigenes Thema in „Vier Panzersoldaten und ein Hund“. Der Held, Janek, kann sogar zwischen zweien wählen. ;-) Und auch seine Kameraden knüpfen Kontakte zum anderen Geschlecht. Dennoch bleibt das alles im Rahmen, ohne sich in schwülstigen Liebeserklärungen zu verlieren. Hier zeigt sich wiederum die Stärke des Films: Lieber ein paar kurze Andeutungen, die die Phantasie des Zuschauers anregen, als ein Auswalzen um jeden Preis. Zudem dürfte dies eher der Realität von Frontbeziehungen im 2. WK entsprechen als alle pathetischen Schilderungen (siehe auch hier).
Mit den gezeigten Soldatinnen sollte man übrigens nicht spaßen, denn sie führen nicht nur Waffen, sie verstehen auch, damit umzugehen. ;-)

Bezeichnend ist ferner die Begegnung mit einem Offizier der alten polnischen Armee, der seit 1939 in einem deutschen Kriegsgefangenenlager saß und gerade freigekommen ist. Er fragt seinen früheren Untergebenen, welcher jetzt in der LWP dient, was er „in dieser Armee“ (nicht: „in unserer Armee“!) tue. Dann nimmt er ein Mosin-Nagant in die Hand, schüttelt es und stellt fest, daß es klappert. Seine Bemerkung dazu: „Die Mauser aus Radom hat nicht geklappert.“
Damit ist bereits angedeutet, daß der Waffenfreund in dieser Serie nicht zu kurz kommt. Janek ist ein hervorragender Schütze, und so sieht man ihn mit einer Jagdflinte, einem Mosin-Nagant-Karabiner, einem Karabiner 98 mit Zielfernrohr und einer PPSch-41. Doch meistens führt er eine erbeutete C-96-Pistole. An Blankwaffen wird ebenfalls einiges aufgeboten. Ich kenne nur wenige Filme, in denen sie derart häufig gezeigt werden und wo sich die Darsteller über die Vorzüge bestimmter Modelle oder eine Klingeninschrift unterhalten. Der geneigte (junge) Zuschauer lernt daraus vor allem, daß ein richtiger Mann immer ein Messer bei sich trägt. (Vielleicht liegt hier der Grund für mein Interesse an Blankwaffen? Irgendeine frühkindliche Prägung muß es doch gewesen sein. ;-))
Doch ein gewaltiger Fauxpas ist den Filmemachern unterlaufen. Während in einer Szene der Folge „Wysoka fala“ kurz ein Sturmgewehr 44 auftaucht und damit auch geschossen wird, ist selbiges danach durch eine AK-47 ersetzt worden (vgl. Bild 4). Das paßt natürlich nicht. Ansonsten hat man sich weitgehend um Originaltreue bemüht, selbst wenn fahrzeugmäßig nur noch die T-34-Panzer zeitgenössisch sind. Doch damit kann der Zuschauer, denke ich, leben.

Erstaunlich offen ist der Umgang mit einem anderen brisanten Thema: Diebstähle oder, moderater formuliert, dem Besitzerwechsel bei mehr oder weniger herrenlosen Sachen. Ein neuer Rekrut namens Tomasz, seiner Herkunft nach Bauernsohn, versucht, möglichst viel Beute zu machen und mit in sein heimatliches Dorf zu nehmen. Egal, ob eine Kuh hinter dem Panzer hergetrieben wird oder ob er sich an einem Plattenspieler (aus einem zerstörten Propagandawagen) oder an typisch deutschen Kuckucksuhren erfreut. Nur mühsam gelingt es seinen Kameraden, ihn insofern zu besänftigen. Hier zeigt sich das Kriegerleben in einer sehr urwüchsigen Form.
Gewiß, auch in „Vier Panzersoldaten und ein Hund“ findet sich Propaganda, allerdings mehr polnisch-patriotische denn kommunistische. Es ist deutlich weniger, als in vielen anderen Filmen, zumal solchen aus der Zeit des Kalten Krieges. Aufgefallen sind mir lediglich drei Szenen: Erstens wird Danzig als polnische Stadt bezeichnet, die man jetzt zurückgewonnen hätte. Ebenso wird alles Land östlich der Oder als genuin polnisch angesehen. Historisch betrachtet ist beides zwar Unfug, aber in Polen wohl nach wie vor herrschende Meinung. Und in der letzten Folge wird gegen pazifistische Tendenzen angegangen, als Gustlik meint, man habe kein Recht, seine Waffen wegzuwerfen, solange es die anderen nicht ebenfalls tun. (Letzteres erachte ich übrigens für eine sehr vernünftige Einstellung.)
Desweiteren hält sich sogar die Germanophobie in engen Grenzen. Ich kenne polnische und sowjetische Filme, in denen die Soldaten der deutschen Wehrmacht durchgängig als sadistische Bestien gezeichnet werden. Dem ist hier erfreulicherweise nicht so.

So, jetzt aber genug gelobt. ;-) Weitere umfangreiche Informationen zur Serie gibt es u.a. hier, hier, hier, hier, hier und hier. Es gab auch einmal eine deutsche Fanseite im Netz, die mittlerweile jedoch verschieden ist. In Polen existiert jedenfalls ein Diskussionsforum sowie ein Blog zur Serie.
Wenn man den polnischen Originaltitel oder die russische Übersetzung in die Videosuche von Google eingibt, so stößt man auf zahlreiche Videos mit Ausschnitten sowie auf mehrere Folgen in voller Länge. Einen Großteil der Filme sollte man außerdem hier und hier (inkl. Musikstücken) finden.
Die DVDs können hierzulande z.B. über Amazon.de bezogen werden. (Insofern ist die Lage besser als bei manchen russischen Filmen, die in Deutschland fast gar nicht erhältlich sind.)
Das erste Video (o.) beinhaltet die Eingangssequenz mit dem Titellied, das von Edmund Fetting gesungen wird. Das zweite stellt den Anfang der ersten Folge und somit Janeks Leben als Jäger in Ostsibirien dar. Im letzten Video singt Marusia ein Lied über die vier Panzersoldaten.
PS: Ja, es gibt ein Happy End. Janek findet seinen Vater - lebend. Und in der letzten Folge wird geheiratet ... ;-)
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Filmkritik: "Apostol"
Webseiten, die es dem Besucher ermöglichen, Spielfilme online anzusehen, sind ein großer Segen des Internetzeitalters. Auf diesem Weg kann man auch Filme ansehen, von deren Existenz man zuvor nichts wußte. So ist es mir vor einigen Wochen mit der zwölfteiligen russischen Fernsehserie „Apostol“ (dt.: Apostel; vgl. hier und hier) aus dem Jahr 2007 ergangen, die auf Russianremote.com zur Verfügung steht. Beeindruckt hat mich nicht nur die filmische Umsetzung (inklusive der Leistung der Schauspieler), sondern vielmehr noch die Handlung.Wir schreiben das Jahr 1942. Deutsche Truppen stehen tief auf dem Territorium der Sowjetunion. Ein junger Mann, vom Typ her Lebenskünstler und Kleinkrimineller, war in deutsche Gefangenschaft geraten und hat sich dort der Abwehr als Agent zur Verfügung gestellt. Bei der Infiltration in seine Heimatstadt wird er jedoch, zusammen mit einem Kollegen, erkannt, festgenommen und von den Organen des NKWD verhört. Anstatt auf deren Angebote für ein Doppelspiel einzugehen versucht er zu fliehen – und stirbt dabei. Dem leitenden NKWD-Offizier stellt sich nunmehr die Frage, wie er seine Pläne, mit dem deutschen Nachrichtendienst zu spielen, um die Hintermänner zu enttarnen, weiterverfolgen kann (Codename der Operation: Apostol). Dabei kommt er auf den Bruder des toten Agenten. Damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf.
Jener Mann ist das genaue Gegenteil seines Bruders: ein eher weicher, musischer Mensch, intellektueller Typ, Lehrer in einem kleinen Dorf, kinderlieb und frisch verheiratet. Kurzum: Er führt ein geradezu idyllisches Leben. Und mit dem Einbruch des Krieges und der Geheimdienstintrigen sollte sich das alles gründlich ändern. Die junge Familie wird schweren Prüfungen unterzogen und fast zerstört (man könnte insoweit an Hiob denken).
Es beginnt damit, daß er gegen seinen Willen dem NKWD beitreten und die Identität seines verblichenen Bruders annehmen muß. Zu diesem Zweck muß er sich – da Brillenträger – einer Augenoperation unterziehen. Problem: Der einzige Spezialist, der diese OP durchführen kann, sitzt im Gulag. Ergo muß er entlassen, zurück nach Moskau gebracht und wieder als Chefarzt eingesetzt werden. Kein Problem für den NKWD. Während der Rückfahrt erlebt der Zuschauer die erste von mehreren bedrückenden Szenen des Films: Der Wagen mit dem Ex-Gefangenen an Bord legt einen Zwischenstop in einem anderen Straflager ein, wo der begleitende NKWD-Mann seine Frau besucht, die dort inhaftiert ist. Dort sieht man den harten Burschen dann plötzlich weinen.
In diesem Stil geht es weiter. Erst wird einem Gefangenen als Lohn für seine Kooperation ein Freßpaket gegeben, doch fünf Minuten später bekommt er dann eine Kugel in den Kopf. Oder der leitende NKWD-Offizier wird wegen angeblicher Spionage und Erfolglosigkeit seiner Operation denunziert und von seinen eigenen Kollegen gefoltert. Seine alte Mutter, ebenfalls von der Folter zermürbt, bezichtigt ihren eigenen Sohn, ein deutscher Agent zu sein. Ja, so wird man sich die Realität im stalinistischen Sicherheitsapparat wohl vorstellen müssen; viele Quellen weisen in die gleiche Richtung.
Der junge Held des Films nimmt die vorgesehene Entwicklung. Er lernt seine Rolle als deutscher Agent, wird dann auch erfolgreich in die besetzten Gebiete geschleust und kann sich dort einleben. Doch um welchen Preis! Seiner Frau, die sich jetzt allein um ihren Adoptivsohn kümmern muß, ist gesagt worden, ihr Mann sei bei einem Verkehrsunfall umgekommen. Sie verlangt, die Leiche zu sehen und weiß hinfort, daß er noch lebt. Da sie sich nicht mit der amtlichen Version zufrieden gibt, wird sie in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, gefesselt und unter Drogen gesetzt. Daran zerbricht sie fast. Und als ob das alles nicht schlimm genug gewesen wäre, muß sie auch noch die Vergewaltigungen des Chefarztes über sich ergehen lassen. Ihr Junge befindet sich derweil in einem Kinderheim, aus dem er aber immer wieder wegläuft.
Am Ende des Films, das im Iran spielt, gelingt es dem Helden zwar, den deutschen Agentenführer zu enttarnen (sein eigener Vater!), doch auch dieser Erfolg ist bitter erkauft. So muß er seinen „väterlichen Freund“ aus dem NKWD (der inzwischen wieder im Amt und Würden ist) mit dem Tode bedrohen, um so die Ausreise seiner Familie aus der UdSSR zu erzwingen, da er mit ihnen gemeinsam ein neues Leben beginnen will. Der Film läßt allerdings die Frage, ob es tatsächlich zu einer Familienzusammenführung kommt, offen.
„Apostol“ ist nicht nur ein äußerst spannender Spionagethriller, sondern darüber hinaus auch eine eindrucksvolle Darstellung des stalinistischen Systems. Wer heute Täter ist, kann morgen schon Opfer sein (und umgekehrt). Die Obrigkeit geht rücksichtslos über Leichen; Mitleid oder Fürsorge für die eigenen Leute sind unbekannt. Statt einer für die Betroffenen nachvollziehbaren (System-)Rationalität herrscht die pure Willkür. Ein derartiges, strukturell unfreundliches bis unmenschliches Umfeld zwingt dazu, selbst hart und rücksichtslos zu werden, nur um zu überleben. Folglich hilft es auch nicht weiter, oberflächlich zu moralisieren und die Welt in Gute und Böse einzuteilen, denn dort es gelingt kaum jemandem, seine „Unschuld“ zu bewahren. Man kann den ungeheuren Druck, die starke psychische Anspannung, unter der die Betroffenen - zusätzlich zu allen physischen Leiden - gestanden haben, förmlich spüren.
Der Film trägt auf seine Weise dazu bei, das Leben in der Sowjetunion der Stalin-Ära besser zu verstehen. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.
Desweiteren ist bemerkenswert, daß „Apostol“ nicht in irgendeinem Samisdat-Studio entstanden ist, sondern vom offiziösen Ersten Kanal in Auftrag gegeben wurde (der auch den gestrigen Eurovisions-Wettbewerb veranstaltet hat). Damit gesellt sich diese Serie zu einer Reihe weiterer Filme, die in den letzten Jahren entstanden sind und den stalinistischen Terror kritisch aufgearbeitet haben. Das prominenteste Beispiel dafür ist wahrscheinlich die 2006 entstandene Verfilmung von Alexander Solschenizyns Buch „Der erste Kreis der Hölle“ (vgl. hier und hier); Auftraggeber war die staatliche Rundfunkanstalt WGTRK – im Kontext der russischen Gesellschaft also ebenfalls Mainstream. Bedauerlich ist nur, daß diese Tatsachen von manchen pseudoliberalen Volkspädagogen konsequent ignoriert werden, die statt dessen mit der Mär einer angeblichen Stalin-Renaissance im heutigen Rußland hausieren gehen.
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Die (fehlende) russische Geschichtspolitik
Vorbemerkung: Mein gestriger Beitrag über den neuen Koltschak-Film "Der Admiral" hatte einige wichtige Fragen ausgeklammert, die nachfolgend diskutiert werden sollen, nämlich die geschichtspolitischen Aspekte dieses Films über den russischen Bürgerkrieg. Mit anderen Worten: Was sagt uns "Der Admiral" über den Umgang der Russen mit ihrer Geschichte? Läßt sich am Film und an anderen aktuellen Tendenzen so etwas wie eine staatliche Beeinflussung der Geschichtsdarstellung und -wahrnehmung feststellen?1. Sowjetnostalgie?
Der Film hat zunächst - wieder einmal - die gern von vielen Medien kolportierte Vorstellung widerlegt, im heutigen Rußland herrsche weithin eine Sowjet- und Stalinnostalgie. Im Gegenteil:
"But it is interesting to note yet another facet of the conflicted Soviet legacy here: In modern Capitalist Russia, the Reds are sneaky and evil, and the Whites are heroic, God-fearing, Tsar-loving real Russians, pure and simple."Oder wie es die Berliner Zeitung formuliert hat:
"Diese Szene, vor allem aber später der Angriff weißer Truppen unter General Kappel gegen Stellungen der Roten greifen Szenen aus der sowjetischen Filmgeschichte auf und deuten sie um. Wie in "Tschapajew" - dem Filmklassiker über einen roten Truppenführer, der bis heute als geliebte Witzfigur weiterlebt - marschieren die Weißen in Reih' und Glied auf ein Maschinengewehr zu. Aber sie tun das nicht mehr aus zaristischer Überheblichkeit, wie in der Vorlage von 1934, sondern weil ihnen die Munition ausgegangen ist; nicht in Paradeuniformen, sondern als abgerissene tapfere Soldaten.Hier zeigt sich, daß es gerade die sog. "Liberalen" in Rußland sind, die der sowjetischen Geschichtsdarstellung hinterhertrauern.
Auch die Kamera hat die Seite gewechselt und sich unter die Weißen begeben. Diesen ideologischen Seitenwechsel haben viele Kritiker bemängelt. Folgt nun auf die einseitige Verurteilung der Weißen ihre ebenso einseitige Idealisierung - jedenfalls "bis zum nächsten Umsturz", wie die Nesawisimaja Gaseta scherzt? Nur die Filme der späten Sowjetzeit, konstatiert der Kommersant betrübt, hätten ein ausgewogenes Bild der Weißgardisten gezeigt, "die goldene Mitte zwischen Ausgeburten der Schurkerei und Engeln mit Flügelchen"."
2. Xenophobie?
Ein weiterer Vorwurf, der gegen den Film erhoben wurde, ist der der Fremdenfeindlichkeit:
"It is a French general and Czech forces who, in the end, deliver Kolchak to the Bolsheviks for execution. [...] In line with Russian ideology today, a foreigner can only be a foe, Gladilshchikov wrote."Abgesehen davon, daß ich mich völlig außerstande sehe, so etwas wie eine zeitgenössische "russische Ideologie" zu erkennen, sprechen die historischen Fakten eine andere Sprache. Ich darf dazu aus Orlando Figes: "Die Tragödie eines Volkes", einem der Standardwerke zur Epoche von Revolution und Bürgerkrieg, zitieren (S. 697):
"Am 4. Januar 1920 erklärte Koltschak seinen Rücktritt, übergab den Befehl über seine Armee an Semjonow und fuhr mit den Tschechen nach Irkutsk, wo er erwartete, den alliierten Missionen übergeben zu werden. Er wurde jedoch hintergangen und an die Irkutsker Bolschewiki ausgeliefert. Soweit es sich heute feststellen läßt, lieferten die Tschechen ihn und sein Gold sehr wahrscheinlich im Tausch gegen eine sichere Durchfahrt nach Wladiwostok aus, von wo aus sie sich schließlich auf ihrer Heimreise rund um den Erdball nach Amerika einschiffen konnten. Weder das politische Zentrum noch die alliierten Missionen unternahmen etwas, um den Admiral zu retten."Es ist unter Historikern unstrittig, daß die Tschechoslowakische Legion im Bürgerkrieg eine zwielichtige Rolle gespielt hat; ebenso ist das Taktieren namentlich der französischen Interventionstruppen durch zahlreiche Quellen belegt. Mithin gibt es im Film keinerlei Anhaltspunkte für die behauptete Xenophobie.

3. Mangel an Geschichtspolitik und Politischer Korrektheit
Kennzeichnend für das heutige Rußland ist vielmehr die von der Berliner Zeitung mit Verwunderung konstatierte Polarisierung, die der Film ausgelöst hat. Ist der Regisseur Patriot oder Geschichtsrevisionist, wie das Neue Deutschland fragt. Ist der "Admiral" eine Verunglimpfung der Oktoberrevolution oder das längst überfällige Gegengewicht zur jahrzehntelangen kommunistischen Propaganda? Keine dieser Fragen wird eindeutig und endgültig beantwortet. Folglich existieren verschiedene Geschichtsbilder nebeneinander her - ohne daß es zu einer staatlichen Intervention zwecks Durchsetzung einer bestimmten Meinung kommen würde. Dies ist das hervorstechendste Merkmal der aktuellen Geschichtsdebatten in Rußland.
Es gibt eben nicht nur Stalin-Fans, sondern auch solche des Generals Wlassow; nicht nur Anhänger Lenins, sondern auch Verehrer Koltschaks oder Kerenskijs. Alle diese dürfen sich weitgehend frei äußern und miteinander streiten. Dergleichen hat man sich in Deutschland, wo z.B. der § 130 StGB der historischen Forschung eine inhaltliche Linie vorgibt, mittlerweile entwöhnt. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß man in den hiesigen Medien so gern und oft auf einseitige Darstellungen ausweicht: entweder beklagt man die "Weißwaschung" Koltschaks oder man behauptet eine angeblich weit verbreitete Stalinnostalgie - und erkennt nicht, daß sich beides gegenseitig ausschließt.
Illustriert wird das eben Gesagte durch die beiden Fotos über und unter diesem Abschnitt, aufgenommen in Moskau im September 2007. Es ist keineswegs ungewöhnlich, an einem Gebäude eine Tafel zu finden, die an irgendwein - mit Lenin verbundenes - revolutionäres Ereignis erinnert. Gleichzeitig ist im selben Gebäude ein Geschäft für Luxusgüter untergebracht und davor stehen zuhauf Nobelkarossen, die sich auch die meisten Deutschen niemals werden leisten können. Wenn Lenin das sehen könnte, würde er vermutlich in seinem Mausoleum rotieren. ;-)
Die in Rußland herrschende Offenheit bezüglich historischer Forschung und der Diskussion ihrer Ergebnisse kann man außerdem daran ermessen, daß zahlreiche russische Historiker Arbeiten zur Präventivkriegsthese vorgelegt haben (und daß darüber auch offen diskutiert wird), für die sie in Deutschland als vermeintliche "Neonazis" stigmatisiert worden wären.

Der Beitrag wird morgen mit einem zweiten Teil fortgesetzt.
Nachtrag (28.12.2008): Die angekündigte Fortsetzung wird es - zumindest in der geplanten Form - vorerst nicht geben, da sich das Thema als sehr komplex erwiesen hat - zu aufwendig und zu lang für ein Weblog. Sollte seitens meiner Leser dennoch Interesse bestehen, bitte ich darum, dies kundzutun. Danke.
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Der Admiral
Die letzten Tage sind bei mir sehr ruhig verlaufen und so konnte ich endlich wieder ein paar Bücher lesen und Filme ansehen. Darunter war auch einer der diesjährigen "Topfilme" aus Rußland: "Der Admiral" (vgl. hier, hier, hier, hier und hier). Der Film dreht sich um Alexander W. Koltschak, der es im Ersten Weltkrieg bis zum Admiral der russischen Marine gebracht hatte und im anschließenden Bürgerkrieg eine der bedeutendsten Führungsfiguren der weißen Bewegung gewesen war. Der Film hätte vom Thema her ein großes historisches Drama werden können. Doch es sollte anders kommen. "Der Admiral" ist im Kern die Erzählung einer Liebesgeschichte zwischen Koltschak und Anna Timirjowa - beide natürlich verheiratet. Und es sollte wohl auch nicht mehr sein als die russische Version von "Titanic". Die dramatischen Ereignisse der Jahre 1917 bis 1920 dienen nur als Hintergrund für die gefühlsbetonte Beziehungsgeschichte, der - ähnlich einem Rinforzando in der Musik - kurz und heftig aufleuchtet, um danach wieder Platz für die beiden Protagonisten und ihre Beziehung zu machen.
Wie dieser Hintergrund aber gezeigt wird, ist schon beeindruckend. Das "Zerschellen des adlig-bürgerlichen Russland am Eisberg des Bolschewismus" wird in realitätsnahen Szenen gezeigt: von den revoltierenden Soldaten und Matrosen ermordete Offiziere, die Ohnmacht der Provisorischen Regierung, die Unübersichtlichkeit nicht nur der politischen Landschaft, blutige Gefechte zwischen den Bürgerkriegsparteien und die Intrigen der Interventionsmächte, die Koltschak schließlich den Roten ans Messer liefern sollten. Hier hätte man mehr aus dem Film machen können, wenn man denn gewollt hätte. So bleibt es bei der Darstellung Koltschaks als "Seemann und Puritaner", der als Regierungschef freilich gescheitert ist.
"Der Admiral" ist somit kein schweres historisches Drama, sondern wurde für den Massengeschmack gedreht, der keine allzu schwere Kost verträgt. Aber das ist ja in Deutschland oder den USA nicht anders. Historisierende Filme kommen nicht ohne ein paar amouröse Geschichten aus. Offensichtlich hat sich mittlerweile also auch in Rußland die Mittelschicht soweit eingerichtet, daß sie auf leichtverdauliche Unterhaltung nicht verzichten will. Sind derartige Filme ein "Mittelschichtphänomen"?
Nichtsdestotrotz ist der "Admiral" es wert, angeschaut zu werden. Technisch sehr gut gemacht, ebenso die Leistungen der Schauspieler. Und trotz der Kritik kann dem Film sein Unterhaltungswert nicht abgesprochen werden. Insbesondere die Kampfszenen sind durchaus beeindruckend.
In den Kritiken zum "Admiral" werden auch zahlreiche Fragen angesprochen, die das Feld der Geschichtspolitik betreffen. Diese erscheinen mir so interessant, daß ich beabsichtige, in den nächsten Tagen dazu einen gesonderten Beitrag zu schreiben.
Heute nur so viel: Der russische Filmtitel lautet "Адмиралъ" (dt.: Admiral), wobei am Ende des Wortes ein Härtezeichen steht. Das war früher in der russischen Sprache bei vielen Substantiven die Regel, bis die Bolschewiki 1918 eine Rechtschreibreform durchgeführt haben. Auch solche Details enthalten eine Aussage.
Nachfolgend ein Trailer mit Szenen aus dem Film:
Und zum Schluß noch zwei Videos mit Musik aus "Der Admiral":
PS: Erwerben kann man russische Film-DVDs in Deutschland zu sehr günstigen Preisen übrigens hier oder hier.
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Mittwoch, 3. Dezember 2008
Kleine Korrektur

Im Oktober, bei der Vorstellung der interessanten russischen Fernsehserie "Gibel Imperii", hatte ich behauptet, daß dort ein österreichischer Offizier mit einer Pistole Steyr M 1912 gezeigt werde. Im Film sah das auf die Schnelle auch so aus. Jetzt habe ich jedoch entdeckt, daß es sich, wie das obige Bild zeigt, tatsächlich um eine FN High Power gehandelt hat - und zwar um eines der früheren Modelle, wie man an dem für die Verwendung mit einem Anschlagschaft konzipierten Schiebevisier erkennen kann. Mithin leider nicht stilecht. :-(
Auf meinen Fehler bin ich übrigens in diesem Strang im Forum von Guns.ru aufmerksam gemacht worden, in dem zahlreiche Bilder von Filmwaffen gezeigt sowie diverse weitere Ungereimtheiten "aufgedeckt" werden.
Freitag, 21. November 2008
Der zweite Weltkrieg im Film
Der zweite Weltkrieg, in der frühren Sowjetunion auch als Großer vaterländischer Krieg tituliert, ist dort seit Jahrzehnten ein beliebtes Thema für Spielfilme und Fernsehserien. Während diese zu Sowjetzeiten meist ideologisch aufgeladen waren und die Leiden und die Opferbereitschaft der Sowjetmenschen sowie die Führungsrolle der Kommunistischen Partei darzustellen hatten, ist dieser weltanschauliche Ballast seit Ende der 1980er Jahre Vergangenheit. Glücklicherweise, möchte man meinen: Glück für den Zuschauer, dem langatmige und schwermütige Epen erspart bleiben, aber auch Glück für die Filmemacher, können sie doch nun die komplexe Geschichte des 2. WK aufgreifen und spannungsreich und unterhaltsam verarbeiten.
Einige dieser Filme, die während der letzten Jahre entstanden sind und im Hinblick auf den Unterhaltungswert ihren Konkurrenten amerikanischer Provenienz kaum nachstehen, sollen jetzt kurz vorgestellt werden.
Ein Film, der für heftige öffentliche Debatten gesorgt hat, war die elfteilige Serie Shtrafbat (dt.: Strafbataillon; vgl. hier, hier und hier). Den einen erschien sie als "nationalistisches Machwerk", welches die Schrecken der Stalin-Ära verharmlose, den anderen hingegen als eine Ausgeburt des "Hasses auf die Armee und auf unsere [ruhmreiche] Vergangenheit insgesamt". Wenn ein Film derart unterschiedliche Bewertungen hervorruft, so kann er eigentlich nicht schlecht sein. ;-) Und es ist einer der wenigen zeitgenössischen Filme aus Rußland, die auch in Deutschland zur Kenntnis genommen worden sind.
In der Serie wird die Geschichte eines der zahlreichen sowjetischen Strafbataillone erzählt, die mangelhaft ausgerüstet und bewaffnet sowie von mißtrauischen NKWD-Offizieren geführt, als Kanonenfutter in das Feuer der deutschen Truppen geworfen wurden. Das Thema der "Kugeln aus zwei Richtungen" wurde mittlerweile auch von anderen Filmen aufgegriffen (z.B. Den Pobedy, Poslednij boj Majora Pugacheva).
(Die Filmmusik mit dem Titel "Kombat" stammt von Ljube. Und einige Episoden sind auch online greifbar.)
Ähnlich kritisch mit der eigenen Geschichte geht die vierteilige Fernsehserie Leningrad (vgl. hier, hier und hier) um. Gedreht im Jahr 2007 und mit internationaler Starbesetzung (z.B. Armin Mueller-Stahl) versehen, wird eine kleine Geschichte in der großen erzählt:Nach Beginn der Blockade Leningrads trifft eine britische Korrespondentin zufällig auf eine junge Polizeibeamtin, die ihr unerlaubterweise Unterschlupf gewährt und beim Überleben während der nächsten Jahre hilft. Dabei wird immer wieder die Verbindung zwischen den Einzelschicksalen und der allgemeinen Entwicklung hergestellt. So wird im ersten Teil gezeigt, wie hastig aus den Betrieben rekrutierte Arbeitereinheiten ohne Waffen ins Gefecht geworfen und mit Revolverschüssen der NKWD-Offiziere nach vorne getrieben werden. Auch wird nicht an der Darstellung des harten Alltagslebens gespart: Hunger, Schwarzmarkt, Korruption, Amtsmißbrauch. Schließlich erscheinen die Deutschen im Film nicht als die seelenlosen Kampfmaschinen und Herrenmenschen, wie sie in sowjetischen Filmen oft dargestellt wurden. Dazu kommen freilich genug spannende Episoden, welche die Serie wirklich sehenswert machen.
Damit unterscheidet sich "Leningrad" - m.E. wohltuend - von dem in den 1970er Jahren gedrehten Klassiker Blokada (dt.: Blockade), einem selbst für sowjetische Verhältnisse extrem pathosgeschwängerten Streifen.

Eine weitere, in Leningrad (heute wieder St. Petersburg) spielende TV-Serie ist Alka (4 Teile; vgl. hier, hier und hier). Held des Films ist eine junge Musikstudentin, die sich nach Kriegsbeginn mehr aus Abenteuerlust denn aus Kriegsbegeisterung als Krankenschwester an die Front meldet, sich nach einer Verwundung aber in eine Aufklärungseinheit der Marineinfanterie versetzen läßt. Dort wird das zierliche Mädchen zur selbstbewußten Kämpferin, die sich in dieser von Männern dominierten Welt behaupten kann. Als der Krieg allerdings zu Ende geht, muß sie feststellen, daß sie ihren Traum von einer Künstlerkarriere wohl begraben muß ...Im Film ist neben der berühmten Maschinenpistole PPSh-41 auch das weniger bekannte Selbstladegewehr SVT-40 - seinerzeit fast so etwas wie die Standardwaffe der Marineinfanterie - zu sehen. Überhaupt sind die meisten der hier vorgestellten Filme hinsichtlich Bewaffnung und Ausstaffierung stark auf Originaltreue bedacht.



Ganz ähnlich angelegt ist die (ebenfalls vierteilige) Serie Na Bezymyannoj Vysote (dt.: Auf einem namenlosen Hügel; vgl. hier, hier, hier und hier). Eine sowjetische Scharfschützin soll die Vorbereitung der sowjetischen Sommeroffensive 1944 (Operation Bagration) in einem weißrussischen Waldgebiet unterstützen, indem sie einen deutschen "Kollegen", der Unruhe in die Einheiten der Roten Armee bringt, bekämpft. Dabei ergeben sich allerlei Verwicklungen und Abenteuer ...Der Film setzt den zahlreichen weiblichen Scharfschützen, die während des 2. WK für ihre Heimat kämpften, ein kleines Denkmal. Entsprechend gut sind neben dem Mosin-Nagant-Gewehr mit Zielfernrohr PU auch die anderen Standardwaffen des 2. WK abgebildet.
Und auch hier kann man sehen, daß im heutigen Rußland viel kritischer mit der eigenen Geschichte umgegangen wird, als viele ausländische Beobachter meinen: die in einer Zeitung abgedruckte Rede Stalins wird zu Zigaretten verarbeitet, der Abwehroffizier der Einheit, welcher Soldaten wegen kleinster Vergehen ins Strafbataillon schickt, begeht Selbstmord, als er von seinen Kollegen zum Verhör abgeholt werden soll usw.
Na Bezymyannoj Vysote ist ferner ein Beispiel für das tragische Ende, welches viele sowjetische und auch manche der neueren russischen Filme haben. Obwohl hier die Heldin den Kampf unbeschadet übersteht, so wird doch das Regiment, dem sie zugeteilt war, fast komplett aufgerieben. Ein deutlicher Unterschied zu dem einfachen Strickmuster anderer Filme, wo wie selbstverständlich die "Guten" überleben und die "Bösen" sterben.



Richtig politisch ist die Reihe Diversant 2 - Konets Vojny (dt.: Saboteur 2 - Das Kriegsende; vgl. hier, hier, hier und hier). Sowjetische Soldaten, die aus der deutschen Kriegsgefangenschaft entkommen sind, schlagen sich zu ihren eigenen Leuten durch. Dabei wird nie so recht klar, wem ihre Loyalität gehört, schließlich wird gleichzeitig von der Gestapo eine Sabotagegruppe aufgestellt. Die Helden kämpfen jedenfalls in sowjetischer Uniform weiter und gelangen schließlich im Mai 1945 nach Berlin.Hier werden im Film auch die schrecklichen Aspekte jener Tage gezeigt: vergewaltigte Frauen, geplünderte Wohnungen etc. Die filmische Aufarbeitung dessen, die in Deutschland erst 2008 mit Anonyma möglich war, wurde in Rußland schon über ein Jahr früher vorgenommen.
Aber der Film geht weiter: einer der Helden landet im Gulag und wird dort von sadistischen NKWD-Aufsehern gefoltert, ein anderer versucht sich am Aufbau eines kleinbürgerlichen Lebens, aber alle werden gegen Ende der 1940er Jahre wieder mit einem Geheimauftrag reaktiviert, der der Aushebung einer Schmugglerbande dient. Am Ende jedenfalls befinden sich alle auf einem Schiff im Schwarzen Meer mit Kurs auf Westeuropa ...
Fazit: Ein unheimlich spannender Film, den man nur empfehlen kann.
(Unten zwei Zusammenschnitte; verschiedene Episoden sind auch bei diesem Film im Internet verfügbar, siehe hier und hier.)
Pered Rassvetom (dt.: Vor dem Sonnenaufgang; vgl. hier, hier und hier) ist bereits 1989 entstanden und erzählt ebenfalls heikle Geschichte: Ein Zug, in dem Häftlinge transportiert werden, gerät im Sommer 1941 in einen deutschen Luftangriff und wird teilweise zerstört. Dann landen auch noch deutsche Fallschirmjäger und nehmen die Überreste unter Beschuß. Die einzigen, die überlebt haben, sind ein NKWD-Offizier und zwei (nunmehr bewaffnete) Gefangene, wobei letztere nicht recht wissen, wie sie sich verhalten und auf wen sie schießen sollen. Diese Unklarheit dauert fast den ganzen Film über an, während die drei versuchen, wieder zu den eigenen Linien zu gelangen.

Etwas einfacher ist Glavnyj Kalibr (dt.: Das Hauptkaliber; vgl. hier und hier) gestrickt. Eine Mischung aus Action- und Science Fiction-Film, in dem sich sowjetische Aufklärer um die Unschädlichmachung deutscher "Supermänner" bemühen, die von einer Art Dr. Frankenstein in einem Geheimlabor der SS gezüchtet werden. Nette Unterhaltung, schöne Musik und gute Nahkampfszenen - Zaubertrank, pardon, Zauberpillen inklusive.(Unten ein Trailer mit der Filmmusik.)
Abschließend sollen noch drei Filme erwähnt werden, in denen die Abenteuer sowjetischer Aufklärer hinter den deutschen Linien geschildert werden. Es sind spannende, bisweilen auch lustige Actionfilme, die ganz nett anzusehen sind: Vsryv na Rassvete (dt.: Explosion in der Morgendämmerung; vgl. hier und hier), Pod Livnem Pul (dt.: Im Kugelhagel; 4 Teile; vgl. hier und hier) und Rodina ili Smert (dt.: Heimat oder Tod; vgl. hier und hier).Verwandte Beiträge:
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Sowjetische Manöverfilme
Sonntag, 19. Oktober 2008
Sowjetische Manöverfilme
V zone osobogo vnimaniya (dt. Übersetzung: In der Zone besonderer Aufmerksamkeit, dt. Filmtitel: Absprung in der Todeszone; vgl. auch hier, hier und hier) entstand 1978 als einer der ersten dieser Filme.Die Handlung: Die Aufklärungsgruppe eines Luftlandeverbandes soll im Rahmen eines großen Manövers den Gefechtsstand der "gegnerischen" Übungspartei ausfindig machen. Dabei ereignen sich allerlei Abenteuer, wie man es bei einer solchen Einheit mit einem solchen Auftrag auch erwarten darf. Zwischendurch muß dann auch noch ein entflohener Krimineller wieder eingefangen werden. Die Aufgabe wird trotz aller Widrigkeiten erfüllt, so daß zum Schluß des Filmes einer jener Massenabsprünge von Fallschirmjägern gezeigt wird, wie er für die Sowjetarmee in dieser Zeit typisch war.
(Bei Youtube kann man den Film übrigens in der Originalfassung ansehen: Teil 1 von 10.)
Nachfolgend ein paar Szenen aus dem Film:
Otvetnyj Khod (dt.: Der Gegenschlag; vgl. auch hier und hier) war die 1981 gedrehte Fortsetzung des ebengenannten Films.Die Handlung ist ähnlich, ebenso ein Teil der Akteure. Aufklärer der Fallschirmjäger und der Marineinfanterie müssen während einer Großübung gemeinsam in einen "gegnerischen" Gefechtsstand eindringen, um wichtige Dokumente zu erbeuten. Somit können sich beide Eliteverbände positiv darstellen. Erstmals darf auch eine Frau - in Gestalt eines Sergeanten der Marineinfanterie - an einem Film-Raid teilnehmen. Auch hier werden am Ende des Films reale Manöverbilder von See- und Luftlandungen gezeigt.
(Der Gegenschlag ist ebenfalls bei Youtube zu finden: Teil 1 von 8.)
Hier noch ein Video mit einigen Szenen:
Odinochnoe plavanie (dt.: Die Einzelfahrt; vgl. auch hier und hier) aus dem Jahr 1985 ist ein anders gearteter Film. Es geht darum, daß eine handvoll übergeschnappter US-Politiker und Militärs unter "falscher Flagge" mittels Raketen eine Gruppe sowjetischer Schiffe im Pazifik angreifen will, um so einen Atomkrieg zwischen den beiden Mächten zu provozieren. Es kommt nun einer kleinen, aber furchtlosen Gruppe von Marineinfanteristen, die von einem allein fahrenden Kriegsschiff aus operieren, zu, diese ihnen nur partiell bekannte Bedrohung zu beseitigen. Was - wie immer im Film - letzten Endes natürlich gelingt.Kennzeichnend für diese Filme sind ihre Gegenwartsbezogenheit und ihr "Action"-Charakter ohne viel ideologisches Gefasel. Wie in sowjetischen (und russischen) Filmen üblich, wird auf Details wie Bewaffnung und Uniformierung relativ viel Wert gelegt. Eine Augenweide für den Zuschauer sind ferner die zahlreichen Nahkampfszenen.
(Alle drei bisher genannten Filme (und noch ein paar mehr) kann man auf dieser Webseite auch in voller Länge herunterladen.)
Golubye Molnii (dt.: Hellblaue Blitze; vgl. auch hier und hier) ist da schon deutlich pädagogischer angelegt. Gezeigt wird der Werdegang von jungen Wehrpflichtigen und ihrer Einordnung in das "Kampfkollektiv" einer Fallschirmjägereinheit. Obwohl dieser Film ein wenig kasernenlastig wirkt, fehlt es weder an aktionsreichen Szenen aus der Ausbildung noch an einer hübschen (und selbst springenden!) Sanitäterin ;-).
Zum Schluß soll noch ein Streifen erwähnt werden, den ich für einen der besten sowjetischen Filme überhaupt halte, wiewohl er als "echter" Kriegsfilm nicht ganz in diese Aufzählung paßt:Afganskij Izlom (dt. Übersetzung: Der afghanische Bruch, dt. Filmtitel: Hölle ohne Ausweg; vgl. auch hier, hier und hier) ist die russische Entsprechung zu Apocalypse Now. Ende der 80er Jahre als sowjetisch-italienische Koproduktion entstanden, zeigt der Film die ausweglose Lage, in der sich die sowjetischen Streitkräfte in Afghanistan befinden. Guerilla und Counterguerilla werden in ihrer ganzen Brutalität dargestellt. (Der Film erlaubt dem informierten Zuschauer darüberhinaus auch das Ziehen von Schlußfolgerungen für das derzeitige deutsche Afghanistanengagement.)
Kurzum: Ein ebenso beeindruckender wie bedrückender Film, den es bei Amazon auch in einer deutschen Fassung gibt.